Im Hanusch-Krankenhaus in Wien ist erstmals ein autonomer Lieferroboter im Einsatz. Der Roboter „Rolli“ transportiert Blutproben zwischen der zentralen Notaufnahme und dem Labor und bewegt sich dafür selbstständig auf einer vordefinierten Route durch das Spital.
Nach Angaben der Österreichischen Gesundheitskasse fährt „Rolli“ dabei auch eigenständig mit dem Aufzug. Ist die Probe im Labor angekommen, meldet sich der Roboter automatisch per Telefonanruf an. Der Testbetrieb läuft in der Nacht zwischen 19.00 und 7.00 Uhr.
Mit dem System soll vor allem das Pflegepersonal entlastet werden. Die ÖGK verweist auf Erfahrungen aus anderen Kliniken, wonach Transportroboter Routinewege übernehmen und dadurch Arbeitszeit freispielen können. Im Hanusch-Krankenhaus sollen sich die Beschäftigten durch den Einsatz von „Rolli“ täglich bis zu 7,9 Kilometer Wegstrecke ersparen.
Pflegedirektorin Gabriele Rametsteiner-Ritzinger sprach von einem System, das bereits sehr selbstständig arbeite – vom Navigieren durchs Haus bis zur Nutzung der Aufzüge. Aus Sicht der ÖGK können sich Pflegekräfte dadurch stärker auf die Versorgung und Betreuung der Patientinnen und Patienten konzentrieren.
Der Roboter ist nach Angaben der Kasse nicht als Einzelprojekt gedacht, sondern Teil des Digitalisierungsprogramms „ÖGK 2030“. Mit dem Einsatz im Hanusch-Krankenhaus testet die Kasse damit eine Anwendung, die in Spitälern vor allem interne Abläufe beschleunigen und Personal im Alltag entlasten soll.









