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Siebenschläfertag fällt heuer in eine frühe Hitzewelle

Redaktionelle Szene zum Thema „Siebenschläfertag fällt heuer in eine frühe Hitzewelle“

Der Siebenschläfertag am 27. Juni fällt heuer in Österreich mitten in eine für diesen Monat ungewöhnlich lange Hitzewelle. Laut Wetterdienst Ubimet sind am Samstag 32 bis 38 Grad möglich, für Wien werden sogar bis zu 39 Grad prognostiziert. Damit könnte auch der bisherige Juni-Rekord von 38,6 Grad fallen, der 2013 in Waidhofen an der Ybbs gemessen wurde.

Der Siebenschläfertag hat mit dem gleichnamigen Nagetier nichts zu tun, sondern geht auf eine christliche Legende zurück. In der Wetterbeobachtung hat sich daraus die bekannte Bauernregel entwickelt: „Wie das Wetter am Siebenschläfertag, so bleibt es sieben Wochen lang.“

Trefferquote von bis zu 70 Prozent

Ganz aus der Luft gegriffen ist die Regel nicht. Der Naturschutzbund Österreich verweist darauf, dass sich Ende Juni und Anfang Juli die großräumige Wetterlage über Europa häufig für den restlichen Sommer einpendelt. Demnach liegt die statistische Trefferquote des Siebenschläfertags bei rund 60 bis 70 Prozent.

Für die meteorologische Erinnerung ist der Kontrast heuer jedenfalls deutlich: Während der Siebenschläfertag in vielen Jahren eher als kleiner Lostag mit regionalem Wetterbezug wahrgenommen wird, könnte er 2026 zum Fixpunkt einer außergewöhnlich frühen Hitzeperiode werden. Die bisher höchste in Österreich gemessene Temperatur liegt bei 40,5 Grad; sie wurde im August 2013 in Bad Deutsch-Altenburg gemessen.

In den USA wird mit dem Murmeltiertag seit dem 19. Jahrhundert ein ähnlicher Brauch gepflegt. Dort steht allerdings der 2. Februar im Kalender, hierzulande der 27. Juni. Beide Tage leben von der Hoffnung, aus einem einzelnen Datum eine Wettertendenz ablesen zu können – heuer bekommt diese Hoffnung angesichts der hohen Temperaturen besondere Aktualität.

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