Ein Gewitter hat die Open-Air-Eröffnung des Ljubljana Festivals mit Giacomo Puccinis „Turandot“ vorzeitig beendet. Die Aufführung im Freien geriet am Ende buchstäblich ins Wasser, nachdem Blitz und Donner den weiteren Verlauf der Vorstellung unmöglich machten.
Im Zentrum des Abends stand die Titelrolle der chinesischen Prinzessin Turandot, deren eiskalte Macht in Puccinis Oper zu den bekanntesten Bildern des Musiktheaters gehört. Die Produktion war als festlicher Auftakt des Festivals angelegt, wurde durch das Wetter aber empfindlich gestört.
Als Calaf trat Yusif Eyvazov auf. Der Tenor hinterließ mit großer stimmlicher Präsenz Eindruck und trug die Partie mit kräftiger Stimmgewalt durch den Abend. Gerade in den dramatischen Szenen der Oper konnte er damit Akzente setzen.
Das Ljubljana Festival zählt zu den wichtigsten Sommerfestivals in der slowenischen Hauptstadt und setzt regelmäßig auf große Freiluftproduktionen. Gerade solche Eröffnungen sind allerdings besonders wetteranfällig. Dass ausgerechnet Puccinis Werk mit seinen monumentalen Chorszenen und starken Kontrasten im Freien vom Wetter ausgebremst wurde, verlieh dem Abend eine zusätzliche Ironie.
Für das Publikum bedeutete der Gewittereinbruch eine Unterbrechung und schließlich den Abbruch der geplanten Open-Air-Vorstellung. Damit wurde die Eröffnung des Festivals zwar musikalisch begonnen, aber nicht unter den vorgesehenen Bedingungen zu Ende geführt.









