Die geplante Oldtimer-Traktor-Weltmeisterschaft auf der Großglockner Hochalpenstraße löst in Salzburg eine Umweltdebatte aus. Rund 450 historische Landmaschinen sollen Mitte September bei dem Gleichmäßigkeitsfahren an den Start gehen. Die Grünen kritisieren die Veranstaltung als klimapolitisch rückwärtsgewandt, die schwarz-blaue Landesregierung verteidigt die Genehmigung.
Im Zentrum der Kritik steht die Frage, ob ein derartiges Großereignis auf einer sensiblen Alpenstraße mit den Zielen des Klima- und Umweltschutzes vereinbar ist. Ein grüner Abgeordneter hält die Bewilligung für rechtswidrig und spricht von einem „anachronistischen Irrsinn“. Die Landesregierung verweist dagegen darauf, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten worden seien.
Nach den vorliegenden Angaben soll die Traktor-WM Mitte September stattfinden. Die Teilnehmer fahren mit historischen Landmaschinen auf der Großglockner Hochalpenstraße hinauf; es handelt sich um ein jährlich organisiertes Event für Besitzer und Liebhaber alter Traktoren. Dass die Veranstaltung in dieser Dimension auf einer der bekanntesten Alpenstraßen Österreichs abgehalten wird, hat die politische Auseinandersetzung zusätzlich angeheizt.
Die Debatte fällt in eine Zeit, in der in alpinen Regionen besonders genau auf Fragen des Naturschutzes, der Verkehrsbelastung und der touristischen Nutzung geachtet wird. Für die Grünen ist das Event ein falsches Signal, während die Landesregierung auf die rechtliche Zulässigkeit und den Veranstaltungscharakter verweist. Damit prallen in Salzburg erneut unterschiedliche Sichtweisen aufeinander: hier der Anspruch auf Umwelt- und Klimaschutz, dort der Hinweis auf Tradition und genehmigte Nutzung.









