Heftige Gewitter mit Starkregen und Windböen haben am Samstag in Kärnten und der Steiermark zahlreiche Feuerwehreinsätze ausgelöst. In Kärnten registrierte die Landesalarm- und Warnzentrale rund 150 Einsätze, betroffen waren vor allem die Bezirke Spittal an der Drau, Villach-Land und Klagenfurt-Land. Verletzt wurde nach Angaben der Einsatzkräfte niemand.
Die Einsatzserie begann demnach schon am frühen Nachmittag. Im oberen Drautal führte umgestürztes Gehölz in Greifenburg zu einem kurzfristigen Stromausfall. Später zog die Unwetterfront über das Stadtgebiet von Villach und hinterließ dort binnen kurzer Zeit mehrere Schadensstellen. Die Hauptfeuerwache Villach sprach von vollgelaufenen Kellern, überfluteten Geschäften und Unterführungen. Bis 21 Uhr wurden im Stadtgebiet rund 50 Einsätze abgearbeitet.
Hangrutschungen, Keller unter Wasser und Ausfälle im Verkehr
Auch in der Steiermark waren die Feuerwehren am Samstagnachmittag gefordert. Im Mürztal und in Graz führten heftige Gewitter zu zahlreichen Einsätzen. Im Feuerwehrverband Mürzzuschlag mussten nach Starkregen Hangrutschungen gesichert und überflutete Keller ausgepumpt werden. In Kapfenberg-Diemlach standen infolge der Regenfälle ein Einkaufszentrum, mehrere Keller und eine Tiefgarage unter Wasser.
In Graz sorgte der Regenguss für zusätzliche Folgen im Alltag: Das Augartenfest wurde abgesagt, Straßenbahnen kamen zum Stillstand, nachdem in der Herrengasse die Oberleitung beschädigt worden war. Die Unwetterfront traf damit neben Wohngebieten auch Infrastruktur und öffentliche Veranstaltungen.
Die Lage in beiden Bundesländern zeigte einmal mehr, wie rasch aus schweren Gewittern lokale Notlagen werden können. Vor allem Starkregen in kurzer Zeit führte zu Überflutungen, während Windböen im Verkehr und bei der Stromversorgung für Probleme sorgten. In Kärnten blieb es nach aktuellem Stand zwar bei Sachschäden und Einsatzbelastung, die Feuerwehr war aber bis in die Abendstunden im Dauereinsatz.









