Mit der Sommersonnenwende beginnt heute um 10.24 Uhr astronomisch der Sommer auf der Nordhalbkugel. Zugleich ist es der längste Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Der genaue Zeitpunkt beschreibt den Moment, in dem die Sonne den nördlichsten Punkt ihrer scheinbaren Bahn erreicht.
Dass der kalendarische Sommer bereits mit dem 1. Juni begonnen hat, ändert daran nichts: Astronomisch orientieren sich die Jahreszeiten an der Stellung der Erde zur Sonne. Zur Sommersonnenwende erreicht die Nordhalbkugel die stärkste Sonneneinstrahlung des Jahres. Danach werden die Tage wieder langsam kürzer.
Warum die Sommersonnenwende jedes Jahr variiert
Der Termin der Sommersonnenwende fällt nicht immer auf denselben Tag und auch nicht zur gleichen Uhrzeit. Grund dafür ist die Länge des tropischen Jahres, die nicht exakt mit dem Kalenderjahr übereinstimmt. Deshalb verschiebt sich der Sonnenhöchststand im Jahreslauf leicht.
In Mitteleuropa fällt die Sommersonnenwende meist auf den 20. oder 21. Juni, seltener auf den 22. Juni. Das hängt mit der Anpassung des gregorianischen Kalenders an den Erdumlauf um die Sonne zusammen.
Für die Nordhalbkugel ein Wendepunkt im Jahreslauf
Mit der Sommersonnenwende kehrt sich die Entwicklung der Tageslängen auf der Nordhalbkugel um. In den kommenden Wochen nimmt die Tageslänge zwar zunächst nur langsam ab, doch der Weg zurück in Richtung Herbst hat begonnen. Auf der Südhalbkugel ist es umgekehrt: Dort beginnt mit der Sonnenwende der Winter.
Der längste Tag des Jahres ist daher mehr als ein astronomischer Eckpunkt. Er markiert einen sichtbaren Übergang im Jahreslauf, den viele Menschen in Europa auch meteorologisch und im Alltag wahrnehmen – mit dem Höhepunkt des Sonnenstands, langen Abenden und der kürzesten Nacht des Jahres.









