Nach einer Hausdurchsuchung bei der TGI AG in Vaduz fragen sich Anleger, ob sie ihr Geld oder das gekaufte Gold noch erhalten werden. Der Goldhändler mit Sitz in Liechtenstein steht seit Anfang Juni unter dem Verdacht des gewerbsmäßigen schweren Betrugs und der Geldwäsche. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück.
Die TGI AG gibt nach eigenen Angaben an, mehr als 50.000 Kunden zu haben. Im Zentrum ihres Geschäftsmodells stehen sogenannte Goldrabatte. Dabei erwerben Kunden Gold zu vergünstigten Konditionen, was das Unternehmen als Anlageform vermarktet.
Die Durchsuchung durch die Staatsanwaltschaft hat nun neue Verunsicherung ausgelöst. Betroffene Kunden tauschen sich im Internet aus und schildern Zweifel daran, ob Auszahlungen oder die Lieferung des Metalls wie vereinbart erfolgen werden.
Für Anleger ist die Lage brisant, weil es nicht nur um mögliche finanzielle Verluste geht, sondern auch um die Frage, ob bestehende Ansprüche auf Goldlieferungen oder Rückzahlungen erfüllt werden können. Solange die Ermittlungen laufen, bleibt offen, wie die Vorwürfe rechtlich bewertet werden und welche Konsequenzen sich daraus für das Unternehmen ergeben.









