Luca Zidane trägt bei der Fußball-WM einen auffälligen Kopfschutz. Der 28-jährige Torhüter Algeriens steht damit unter besonderer Beobachtung, nachdem seine Teilnahme am Turnier noch im Frühjahr wegen einer schweren Kopfverletzung offen gewesen war.
Der Sohn von Zinedine Zidane hatte sich im Spiel des spanischen Zweitligisten FC Granada gegen UD Almería verletzt. Was zunächst als Gehirnerschütterung eingestuft wurde, stellte sich später als Kiefer- und Kinnbruch heraus. Die Verletzung war so gravierend, dass die WM-Teilnahme zwischenzeitlich in Gefahr geriet.
Für Algerien ist Zidane dennoch ein wichtiger Rückhalt. Beim WM-Auftakt gegen Argentinien stand er im Tor, das Spiel endete aus algerischer Sicht jedoch deutlich. Laut den vorliegenden Angaben kassierte Zidane dabei drei Treffer von Lionel Messi.
Wechsel zu Algerien erst im Herbst genehmigt
Dass Zidane bei der WM für Algerien aufläuft, ist auch eine Folge eines späten Verbandswechsels. Erst im September genehmigte der Weltverband FIFA seinen Antrag. Zuvor hatte der frühere französische Junioren-Nationaltorhüter sämtliche Nachwuchsnationalteams Frankreichs von der U16 bis zur U20 durchlaufen. 2015 holte er mit der französischen U17 den EM-Titel.
Zidane entschied sich schließlich für die Heimat seiner Großeltern. Wie sein Vater besitzt er die französische und die algerische Staatsbürgerschaft. Zinedine Zidane wurde in Marseille geboren; dessen Eltern waren 1953 von Algerien nach Frankreich ausgewandert.
Der Kopfschutz ist damit nicht nur eine Folge der Verletzung, sondern auch ein sichtbares Zeichen dafür, wie knapp Luca Zidane seine WM-Teilnahme überhaupt noch erreicht hat.









