Ein Pflegeassistent soll in Oberösterreich über längere Zeit Schmuck, Gold und Bargeld aus den Häusern seiner Patienten gestohlen haben. Der mutmaßliche Schaden beläuft sich auf 391.000 Euro. Nach den vorliegenden Angaben verschaffte sich der Mann Zugang zu den Wohnhäusern, indem er den Opfern zuvor die Schlüssel entwendete.
Die Taten sollen sich ereignet haben, während die Betroffenen nicht zu Hause waren. Die Ermittlungen richten sich damit gegen einen Mann, der im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit offenbar das Vertrauen der Patienten ausnützte. Welche Konsequenzen ihm nun drohen, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Der Fall ist auch deshalb brisant, weil er einen besonders sensiblen Bereich betrifft: die Pflege. Dort sind Betroffene oft auf Hilfe angewiesen und öffnen Fremden ihre Haustür in einer Situation, in der Verlässlichkeit zentral ist. Der Vorwurf wiegt entsprechend schwer, zumal neben Schmuck auch Gold und Bargeld betroffen gewesen sein sollen.
Oberösterreich zählt zu jenen Bundesländern, in denen Fälle von Eigentumsdelikten im Umfeld pflegerischer oder betreuender Tätigkeiten besonders heikel sind. Der aktuelle Verdacht zeigt, wie groß der Schaden sein kann, wenn Zugang und Vertrauen missbraucht werden.









