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Protest gegen geplantes Deponie-Zwischenlager in Hopfgarten

Redaktionelle Szene zum Thema „Protest gegen geplantes Deponie-Zwischenlager in Hopfgarten“

In Hopfgarten im Brixental wächst der Widerstand gegen ein geplantes Deponie-Zwischenlager am Penningberg. Die Liste Fritz sprach sich bei einem Lokalaugenschein mit rund 100 betroffenen Anrainern am Dienstag gegen das Vorhaben aus. Kritisiert werden vor allem zusätzlicher Lkw-Verkehr, Lärm, Staub und die Rodung von Waldflächen.

Nach den vorliegenden Plänen sollen in dem Zwischenlager Aushub- und Abbruchmaterialien wie Erde, Beton, Asphalt oder Holz angeliefert, vor Ort aufbereitet und anschließend wieder abtransportiert werden. Nach Angaben der Liste Fritz würden dafür täglich rund 40 Lkw-Fahrten über die Penningbergstraße anfallen. Klubobmann Markus Sint warnte dabei vor einer „massiven Langzeitbelastung“ für Anrainerinnen und Anrainer.

Auch die technische Aufbereitung des Materials sorgt für Kritik. Die eingesetzten Maschinen würden Lärm und Feinstaub mit sich bringen, hieß es seitens der Liste Fritz. Bezirkssprecher Josef Niedermoser verwies auf die Belastung durch Staub und Feinstaub und sprach von zusätzlichen Problemen für die Bevölkerung vor Ort.

Kritik an Waldrodung und Standort

Besonders umstritten ist die geplante Rodung von 7.000 Quadratmetern Wald. Sint bezeichnete das Vorhaben als „Naturfrevel“ und verlangte, dass in der „sensiblen Berg- und Naturlandschaft“ am Penningberg Natur- und Lebensqualität Vorrang haben müssten. Die Partei stellt grundsätzlich auch den Bedarf für ein solches Deponielager infrage und sieht darin keine Entwicklung, die im Interesse der Region liege.

Das Thema reiht sich in eine breitere Debatte über Abfall- und Materialverwertung in Tirol ein, wo bei Projekten dieser Art regelmäßig Verkehrsbelastung, Eingriffe in Landschaft und Auswirkungen auf Anrainer zu den zentralen Streitpunkten zählen. Am Penningberg steht nun vor allem die Frage im Raum, ob der Standort für ein Zwischenlager in dieser Form vertretbar ist.

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