Vor dem Šibenik-Archipel in Kroatien sind in dieser Woche zwei Finnwale gesichtet worden. Die Meeressäuger, die zu den zweitgrößten Tieren der Erde zählen, tauchen nur selten in der Adria auf.
Finnwale können bis zu 24 Meter lang werden und gehören damit nach den Blauwalen zu den größten bekannten Meerestieren. Die in Kroatien beobachteten Exemplare sollen rund 20 Meter lang gewesen sein. Die Sichtung erfolgte im Bereich des Šibenik-Archipels an der mittleren Adriaküste.
Finnwale sind in der Adria keine regelmäßigen Gäste. Das Meer ist für die Tiere ein Randgebiet ihres natürlichen Verbreitungsraums, der sich über weite Teile des Atlantiks, Pazifiks und auch des Mittelmeers erstreckt. Beobachtungen in der kroatischen Adria sind deshalb ungewöhnlich und ziehen regelmäßig Aufmerksamkeit von Meeresforschern und Naturschützern auf sich.
Die Tiere ernähren sich vor allem von kleinen Schwarmfischen und Krill. Wegen ihrer Größe, ihrer Wanderungen und ihres Bedarfs an großen, störungsarmen Lebensräumen gelten Finnwale international als empfindlich gegenüber Schifffahrt, Unterwasserlärm und anderen menschlichen Eingriffen in Meeresräume.
Für Kroatien ist die Sichtung zugleich ein Hinweis auf die Bedeutung der Adria als Lebensraum für seltene und teils bedrohte Meeressäuger. Neben Delfinen werden immer wieder auch größere Walarten im Mittelmeerraum beobachtet, allerdings meist nur vereinzelt. Die jüngste Sichtung vor Šibenik zählt zu den auffälligeren Meldungen der vergangenen Woche.









