Ein Pilot von Air Canada soll 16 Jahre lang ohne ausreichende Verkehrspilotenlizenz geflogen sein. Der 59-Jährige wurde nach monatelangen Ermittlungen festgenommen. Ihm werden Betrug und Urkundenfälschung zur Last gelegt.
Nach Angaben aus dem Fall absolvierte der Mann in dieser Zeit mehr als 900 Flüge. Die Fluggesellschaft erklärte, die Sicherheit der Flüge sei dadurch nicht beeinträchtigt worden. Weitere Angaben zu möglichen Konsequenzen für den Betrieb machte Air Canada in der Stellungnahme nicht öffentlich.
Der Fall lenkt den Blick auf die Kontrollmechanismen in der Luftfahrt, wo Lizenzen, medizinische Tauglichkeit und regelmäßige Überprüfungen zentrale Voraussetzungen für den Einsatz im Cockpit sind. Dass ein Pilot über einen so langen Zeitraum ohne ausreichende Berechtigung geflogen sein soll, dürfte deshalb auch über Kanada hinaus Fragen nach den internen Prüfprozessen auslösen.
Die Ermittlungen liefen über Monate, bevor es zur Festnahme kam. Die Vorwürfe gegen den 59-Jährigen wiegen schwer: Betrug und Urkundenfälschung betreffen nicht nur die persönliche Zuverlässigkeit, sondern auch die Dokumentation, auf der im Luftverkehr jede Einsatzfreigabe beruht.









