Die Bundesregierung will die Altersteilzeit deutlich einschränken und damit Millionen im Budget sparen. Die Maßnahme soll laut den vorliegenden Plänen fehlende Einsparungen beim Arbeitsmarktservice kompensieren und vor allem Beschäftigte über 55 Jahre betreffen. An den Details des Pakets wird noch verhandelt.
Im Kern geht es darum, die Ausgaben für die Altersteilzeit zu senken. Das Modell ermöglicht Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bisher, ihre Arbeitszeit kurz vor der Pension schrittweise zu reduzieren, während ein Teil des Einkommensverlusts ausgeglichen wird. Die Bundesregierung setzt nun an den Zugangsvoraussetzungen und an der Ausgestaltung des Instruments an, um die Kosten zu drücken.
Für die Politik ist das Vorhaben vor allem ein Budgetthema. Die geplanten Einschnitte sollen Lücken bei den erwarteten AMS-Einsparungen schließen. Damit rückt ein Instrument in den Fokus, das in Österreich seit Jahren als sozialpolitischer Übergang in die Pension gilt, zugleich aber erhebliche Mittel bindet.
Besonders relevant ist die Reform für ältere Beschäftigte mit gesundheitlichen Einschränkungen. Für sie soll die Altersteilzeit weiterhin gezielt Unterstützung bieten, auch wenn das Modell insgesamt stärker zusammenstutzt werden dürfte. Welche Zugangskriterien künftig gelten und in welchem Ausmaß die Leistung gekürzt wird, ist Gegenstand der laufenden Verhandlungen.
Die Maßnahme reiht sich in die Bemühungen der Regierung ein, das Budget zu entlasten und Einsparungen im Arbeitsmarktbereich zu erzielen. Gleichzeitig ist die Altersteilzeit politisch sensibel, weil sie für viele Beschäftigte ein wichtiger Weg ist, den Ausstieg aus dem Erwerbsleben abzufedern. Die endgültige Ausgestaltung des Pakets dürfte daher auch darüber entscheiden, wie hart der Eingriff am Ende tatsächlich ausfällt.









