Glenn Close wird von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences mit einem Ehren-Oscar ausgezeichnet. Die 78-jährige Schauspielerin gehört damit zu den diesjährigen Preisträgern der Governors Awards, die am 15. November in Los Angeles vergeben werden. Ebenfalls geehrt werden der Animationskünstler Floyd Norman und der britische Regisseur Ridley Scott.
Für Close ist die Auszeichnung eine besondere späte Anerkennung. Trotz acht regulärer Oscar-Nominierungen ging sie bei den Academy Awards bisher leer aus. Zuletzt war sie 2021 für ihre Rolle in „Hillbilly Elegy“ nominiert worden. Die Ehrenauszeichnung wird unabhängig vom Wettbewerb verliehen und würdigt das Lebenswerk oder besondere Verdienste um die Filmkunst.
Close zählt seit Jahrzehnten zu den prägenden Gesichtern des US-Kinos und des Fernsehens. Internationale Bekanntheit erlangte sie unter anderem mit Filmen wie „Gefährliche Liebschaften“, „Eine verhängnisvolle Affäre“ und „Albert Nobbs“ sowie mit ihrer Rolle in der Fernsehserie „Damages“. Dass sie nun einen Ehren-Oscar erhält, schließt eine Lücke in einer Karriere, die schon mehrfach auf der größten Bühne Hollywoods hätte gekrönt werden können.
Auch Floyd Norman, einer der ersten afroamerikanischen Animatoren bei Disney, wird für seine Arbeit gewürdigt. Ridley Scott wiederum erhält die Auszeichnung nach einer langen Laufbahn, in der er mit Filmen wie „Alien“, „Blade Runner“ und „Gladiator“ das Kino nachhaltig geprägt hat. Die Governors Awards gelten als früher Gradmesser für die Oscar-Saison und rücken regelmäßig jene Persönlichkeiten ins Zentrum, deren Beitrag zur Filmgeschichte außer Frage steht.









