Im Burgenland sind von Jänner bis Mai 2026 insgesamt 4.161 Pkw neu zugelassen worden. 2.643 davon – und damit 63 Prozent – hatten einen Hybrid- oder Elektroantrieb. Der Anteil alternativer Antriebe steigt damit weiter, während Diesel im Land nur noch eine Nebenrolle spielen.
Besonders deutlich ist die Entwicklung bei batterieelektrischen Fahrzeugen. Laut ARBÖ nimmt die Nachfrage zu, weil die Ladeinfrastruktur besser wird und Einstiegsmodelle am Markt günstiger geworden sind. Auch die hohe Sensibilität für Treibstoffkosten dürfte den Wechsel begünstigen. ARBÖ-Landesdirektor Martin Heissenberger verweist zudem auf eine wachsende Akzeptanz für Sparsamkeit und Umweltschutz bei Autokäufern.
Die Zahlen zeigen, wie rasch sich der Markt im Osten Österreichs verschiebt. Noch vor einigen Jahren lag der Dieselanteil bei Neuzulassungen österreichweit bei mehr als 60 Prozent. Im Burgenland kommt Diesel in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 nur noch auf acht Prozent der Neuzulassungen. Benziner erreichen 28 Prozent.
Der Trend zu alternativen Antrieben ist damit nicht mehr auf einzelne Modellreihen beschränkt, sondern prägt inzwischen den gesamten Neuwagenmarkt im Land. Vor allem Hybridfahrzeuge dienen für viele Käufer als Übergangslösung, während reine Elektroautos immer stärker nachgefragt werden. Nach Einschätzung des ARBÖ dürfte der Anteil emissionsärmerer Antriebe mit zunehmender Marktdurchdringung weiter steigen.
Für Händler und Käufer bedeutet das auch eine veränderte Gewichtung bei Beratung und Angebot. Während klassische Verbrenner an Bedeutung verlieren, rücken Reichweite, Ladezeiten und Verbrauchskosten stärker in den Vordergrund. Im Burgenland spiegelt sich dieser Wandel nun in den Zulassungszahlen deutlich wider.









