Österreich sichert die strategische Gasreserve bis 2029 weiter ab. Dafür sind im kommenden Doppelbudget rund 264 Millionen Euro vorgesehen. Der bisher nur bis April 2027 finanzierte „Puffer“ wird damit um zwei Jahre verlängert.
Die Maßnahme ist Teil der Versorgungssicherung und soll verhindern, dass der Staat in einer angespannten Marktlage ohne zusätzliche Reserven dasteht. Nach den Turbulenzen am Gasmarkt in den vergangenen Jahren war die Absicherung strategischer Speicher ein zentrales Instrument, um die Versorgung im Ernstfall stabilisieren zu können.
Mit den nun vorgesehenen Mitteln wird die Finanzierung auf eine längere Frist gestellt. Das ist aus wirtschaftspolitischer Sicht vor allem deshalb relevant, weil die Kosten für die Aufrechterhaltung der Reserve direkt aus dem Budget getragen werden und damit in einer Phase knapper öffentlicher Mittel an anderer Stelle fehlen können.
Die strategische Gasreserve wurde nach den schweren Verwerfungen am europäischen Energiemarkt deutlich aufgewertet. Auslöser waren vor allem die Preisexplosionen und Lieferunsicherheiten infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Seitdem gilt Gasversorgungssicherheit in Österreich als wirtschafts- und industriepolitische Frage mit unmittelbaren Folgen für Haushalte, Betriebe und Standortkosten.
Wie stark die Reserve im Ernstfall tatsächlich gebraucht wird, hängt von der weiteren Entwicklung auf den internationalen Energiemärkten ab. Die nun geplante Verlängerung bis 2029 zeigt jedenfalls, dass die Bundesregierung das Risiko einer neuerlichen Versorgungskrise weiterhin hoch einschätzt und den staatlichen Sicherheitsmechanismus aufrechterhalten will.









