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Acht Lithiumbatterien pro Tonne Restmüll: Brandgefahr in der Abfallwirtschaft nimmt zu

Redaktionelle Szene zum Thema „Acht Lithiumbatterien pro Tonne Restmüll: Brandgefahr in der Abfallwirtschaft nimmt zu“

In Österreich landen laut Forschern der Montanuniversität Leoben inzwischen acht Lithiumbatterien pro Tonne Restmüll. Die falsch entsorgten Akkus sind damit zu einem wachsenden Sicherheitsrisiko für Müllabfuhr und Sortieranlagen geworden, weil sie beim Pressen im Sammelfahrzeug oder später in der Anlage beschädigt werden und sich entzünden können.

Die Zahl der im Restmüll gefundenen Lithiumbatterien ist nach Angaben der Forscher in den vergangenen zehn Jahren um 300 Prozent gestiegen. Umgelegt auf einen üblichen Müllwagen, der rund 8,5 Tonnen Restmüll aufnimmt, bedeutet das statistisch etwa 70 mögliche Brandherde pro Fahrt.

Vom Alltagsgerät zum Brandrisiko

Betroffen sind nicht nur klassische Batterien, sondern immer häufiger fest verbaute Lithium-Ionen-Akkus in Alltagsgeräten. Dazu zählen Einweg-E-Zigaretten, elektrische Zahnbürsten, blinkendes Kinderspielzeug oder elektronische Grußkarten. Werden solche Geräte nach Gebrauch in den Restmüll geworfen, können sie im Sammelprozess gequetscht oder mechanisch beschädigt werden.

Kommt es dadurch zu einem Kurzschluss, erwärmt sich die Batterie rasch und kann in ein sogenanntes thermisches Durchgehen geraten. Dann entzündet sie sich innerhalb kurzer Zeit, und das Feuer kann auf das umliegende, brennbare Material übergreifen. Für Beschäftigte der österreichischen Abfallwirtschaft ist das laut der aktuellen Entwicklung längst Teil des Arbeitsalltags.

Ruf nach besserer Rücknahme

Die Branche fordert deshalb seit Längerem bessere Sammel- und Rücknahmesysteme, um Akkus und Batterien aus dem Restmüll herauszuhalten. Im Raum steht dabei auch ein Cashback-System, das die Rückgabe attraktiver machen soll. Hintergrund ist die deutliche Zunahme von falsch entsorgten Lithiumbatterien, die mit der Verbreitung batteriebetriebener Kleingeräte weiter zunimmt.

Für Gemeinden, Entsorgungsbetriebe und ihre Mitarbeiter bedeutet das nicht nur ein höheres Brandrisiko, sondern auch steigende Kosten und zusätzlichen Aufwand im täglichen Betrieb. Je mehr Akkus im Restmüll landen, desto öfter müssen Anlagen mit technischen Störungen, Rauchentwicklung oder echten Bränden rechnen.

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