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Prozess gegen linken Präsidentschaftskandidaten Sánchez in Peru angeordnet

Redaktionelle Szene zum Thema „Prozess gegen linken Präsidentschaftskandidaten Sánchez in Peru angeordnet“

Wenige Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru hat ein Richter einen Prozess gegen den linken Kandidaten Roberto Sánchez wegen mutmaßlich falscher Angaben zur Finanzierung seiner Partei angeordnet. Richter Adolfo Farfán sah nach Angaben vom Freitag Ortszeit „hinreichende Verdachtsmomente“, um ein Verfahren zu eröffnen.

Die Entscheidung fällt mitten in der heißen Phase des Wahlkampfs. Am Sonntag entscheiden die Peruanerinnen und Peruaner in der Stichwahl über die künftige Staatsführung. Gegenüber steht Sánchez die rechtsgerichtete Kandidatin Keiko Fujimori, Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori.

Der Fall betrifft Angaben zur Parteienfinanzierung und könnte damit auch politisch über den unmittelbaren Wahltermin hinaus Wirkung entfalten. In Peru ist das Verhältnis zwischen Justiz und Politik seit Jahren angespannt; Verfahren gegen Spitzenpolitiker werden regelmäßig auch im Licht des Machtkampfs gelesen.

Sánchez tritt für das linke Lager an, Fujimori für das rechtskonservative Spektrum. Die Stichwahl gilt als Richtungsentscheidung für das politisch und wirtschaftlich verunsicherte Land. Der richterliche Beschluss dürfte die letzten Tage vor der Wahl zusätzlich belasten, auch wenn er am Stimmzettel selbst zunächst nichts ändert.

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