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Greenpeace-Check: Bio-Eis bleibt im Supermarkt die Ausnahme

Redaktionelle Szene zum Thema „Greenpeace-Check: Bio-Eis bleibt im Supermarkt die Ausnahme“

Österreichs Supermärkte führen beim Speiseeis weiter nur ein kleines Angebot an Bio- und gentechnikfrei produzierten Produkten. Nach einem Marktcheck von Greenpeace sind nur 2,8 Prozent des Sortiments biologisch hergestellt, rund 20 Prozent gelten als gentechnikfrei. Die Umweltschutzorganisation präsentierte die Ergebnisse am Mittwoch und sprach von einer enttäuschenden Entwicklung.

Geprüft wurde das Eissortiment des Handels mit insgesamt 160 Produkten. Im Vergleich zu einer früheren Erhebung sei das Bio-Angebot sogar zurückgegangen, hieß es von Greenpeace. Vor vier Jahren lag der Anteil demnach noch bei 3,8 Prozent. Trotz eines wachsenden Interesses an Bio-Lebensmitteln bleibe das Angebot im Kühlregal damit aus Sicht der Organisation zu schwach.

Unilever und Eskimo besonders in der Kritik

Besonders kritisch sieht Greenpeace den Konzern Unilever, der in Österreich unter der Marke Eskimo verkauft. Laut der Organisation macht der Hersteller keine Angaben zur Herkunft und Herstellung der Zutaten und bietet auch kein Bio-Produkt an. Das sei aus Umwelt- und Transparenzsicht problematisch, argumentiert Greenpeace.

Als besser schnitten im Marktcheck vor allem jene Produkte ab, die biologisch hergestellt sind oder rein pflanzliche Zutaten enthalten. Auch Speiseeis mit Milch aus klar nachvollziehbarer Futterherkunft fiel in die positive Bewertung. Nach Greenpeace-Angaben ist aber nur ein kleiner Teil des Angebots in den Supermärkten tatsächlich so zusammengesetzt.

Interspar liegt voran, das Sortiment bleibt aber begrenzt

Als Sieger des Marktchecks nannte Greenpeace Interspar. Insgesamt zeigt die Erhebung aus Sicht der Organisation jedoch, dass Kundinnen und Kunden, die beim Eis auf Umwelt- und Herkunftskriterien achten wollen, weiterhin wenig Auswahl haben. Das Sortiment sei zwar mit 160 Produkten gut gefüllt, die nachhaltigeren Varianten blieben aber eine Minderheit.

Greenpeace verwies zudem darauf, dass die eigenen Zahlen nicht zu einem sinkenden Bio-Angebot passen. Nach Angaben der Organisation belegen Daten der AMA-Marketing eine steigende Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln im Supermarkt. Gerade deshalb sei der Rückgang im Eisregal schwer nachvollziehbar.

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