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US-Sanktionen gegen Kubas Präsidenten und dessen Familie

Redaktionelle Szene zum Thema „US-Sanktionen gegen Kubas Präsidenten und dessen Familie“

Die USA haben Kubas Präsidenten Miguel Díaz-Canel, mehrere Familienmitglieder und staatliche Einrichtungen auf eine Sanktionsliste gesetzt. Mit dem Schritt verschärft die Regierung von Präsident Donald Trump den Druck auf die Führung in Havanna weiter.

Nach Angaben des US-Finanzministeriums können mit der Listung Vermögenswerte in den USA eingefroren werden; zudem sind Geschäfte mit den Betroffenen von US-Seite untersagt. Von den Maßnahmen sind auch Díaz-Canels Ehefrau Lis Cuesta Peraza und sein Stiefsohn Manuel Anido Cuesta betroffen. Ebenfalls sanktioniert wurden ein Sohn sowie ein Enkel des früheren Präsidenten Raúl Castro.

Zu den betroffenen Institutionen zählen nach den US-Angaben das kubanische Verteidigungsministerium sowie die Komitees zur Verteidigung der Revolution (CDR). Diese Strukturen gelten in Kuba seit Jahrzehnten als wichtiger Teil der staatlichen Kontrolle im Alltag. Die CDR sind in nahezu jedem Wohnviertel präsent und werden von Regierungskritikern als Instrument zur Überwachung Andersdenkender beschrieben.

US-Außenminister Marco Rubio begründete die Linie mit scharfen Vorwürfen gegen die kubanische Führung. Auf der Plattform X schrieb er, Kuba sei „seit Jahrzehnten die Welthauptstadt des radikalen linken Terrorismus“. Die Trump-Regierung setzt damit auf zusätzlichen wirtschaftlichen Druck, nachdem sie zuletzt auch eine mögliche „Übernahme“ des wirtschaftlich angeschlagenen Karibikstaats ins Spiel gebracht hatte.

Kuba steht seit Jahren unter starkem wirtschaftlichem Druck, die Versorgungslage auf der Insel ist angespannt. Die neuen Sanktionen treffen nun direkt das politische Spitzenpersonal und das Umfeld der Castro-Familie, die in Kuba weiterhin großen Einfluss hat. Washington signalisiert damit, dass es nicht nur auf den Staat, sondern auch auf das Machtgefüge dahinter zielt.

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