In Österreich sind seit der Einführung des neuen Reisepasses bereits zwei Millionen Exemplare ausgegeben worden. Der zweimillionste Pass ging an einen Mann aus Wels, wie Innenminister Gerhard Karner bei einer Pressekonferenz bekanntgab. Ziel der Neugestaltung war vor allem, das Dokument sicherer gegen Fälschungen zu machen.
Nach Angaben des Innenministers ist dieses Ziel erreicht. Fünf Versuche, den Reisepass zu kopieren oder zu manipulieren, seien gescheitert. Welche Methoden dabei eingesetzt wurden, wurde nicht näher erläutert. Karner verweist darauf, dass der österreichische Pass laut internationalen Analysen zu den sichersten Reisedokumenten weltweit zähle.
Mehrfach gesichertes Passbild
Zu den neuen Sicherheitsmerkmalen gehört ein mehrfach gespeichertes Gesichtsbild des Inhabers. Laut Staatsdruckerei erscheint das Passfoto acht Mal im Dokument, unter anderem in einem QR-Code. Dieser Code ist kryptografisch verschlüsselt und soll zusätzlich vor künftigen Angriffsmethoden geschützt sein, etwa vor Entwicklungen im Bereich von Quantencomputern.
Auch international ist das Dokument bereits gewürdigt worden: Im Oktober erhielt der neue Reisepass vom Kompetenzzentrum Sicheres Österreich einen Sicherheitspreis in der Kategorie „Besondere Leistungen für digitale Sicherheit“.
Lieferzeit von rund fünf Werktagen
Wer einen neuen Pass regulär bestellt, muss derzeit laut Staatsdruckerei rund fünf Werktage auf die Zustellung warten. Die Behörde empfiehlt, die Gültigkeit des Reisedokuments rechtzeitig vor einer Reise zu prüfen und bei Bedarf früh genug einen neuen Pass zu beantragen.
Gerade im Reiseverkehr ist das ein praktischer Hinweis: Der neue Pass soll nicht nur schwerer zu fälschen sein, sondern auch die Abläufe bei der Kontrolle an Grenzen und Flughäfen verlässlicher machen. Mit zwei Millionen ausgestellten Exemplaren hat sich das Dokument innerhalb von zweieinhalb Jahren im Alltag bereits breit durchgesetzt.









