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US-Abgeordneter Massie attackiert Israel mit scharfen Worten

Redaktionelle Szene zum Thema „US-Abgeordneter Massie attackiert Israel mit scharfen Worten“

Der republikanische US-Abgeordnete Thomas Massie hat Israel mit einer ungewöhnlich harten Wortwahl attackiert und das Land in einem Posting als „Sozialhilfeempfänger“ bezeichnet. Anlass der Wortmeldung war nach den vorliegenden Angaben ein eskaliertes Telefonat zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu und US-Präsident Donald Trump.

Massie griff damit in eine Debatte ein, die in den USA seit Monaten an Schärfe gewonnen hat: Die Unterstützung für Israel steht im Kongress zunehmend unter Druck, vor allem im republikanischen Lager. Während die Spitze der Partei Israels Kurs weiter politisch absichert, melden sich am rechten Rand der Fraktion immer häufiger Stimmen zu Wort, die weitere Hilfen infrage stellen oder an Bedingungen knüpfen. Massies Formulierung fällt dabei besonders auf, weil sie nicht auf Kritik an einem einzelnen Vorgang abzielt, sondern Israel in eine wirtschaftlich abwertende Rolle drängt.

Die Attacke kommt zu einem Zeitpunkt, in dem das Verhältnis zwischen Trump und Netanyahu als sensibel gilt. Beide Politiker verbindet zwar weiterhin eine politische Nähe, zugleich gibt es immer wieder Spannungen über den Krieg im Gazastreifen, die militärische Linie Israels und den Umgang mit der humanitären Lage. Dass sich Massie ausgerechnet nach einem aus dem Ruder gelaufenen Telefonat öffentlich einschaltet, unterstreicht, wie schnell außenpolitische Streitfragen in den USA innenpolitisch aufgeladen werden.

Thomas Massie gehört zu den republikanischen Abgeordneten, die sich regelmäßig gegen parteiinterne Linien stellen. Er war bereits in der Vergangenheit als Kritiker von Auslandshilfen und hohen Staatsausgaben aufgefallen. Seine Äußerung fügt sich daher in ein bekanntes Muster ein: Israel wird in dieser Lesart nicht als strategischer Partner, sondern als Empfänger amerikanischer Unterstützung dargestellt, der Washington finanziell belaste.

Für Israel ist die Debatte heikel, weil die militärische und politische Rückendeckung aus den USA für die Regierung Netanyahu von zentraler Bedeutung bleibt. Jede sichtbare Erosion dieser Unterstützung im US-Kongress hat unmittelbare Folgen für die außenpolitische Handlungsfähigkeit Jerusalems – und wird in Washington genau registriert, auch wenn die republikanische Mehrheit weiterhin klar pro-israelisch geprägt ist.

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