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Khamenei greift nach US-Einschätzung stärker in die Führung des Iran ein

Redaktionelle Szene zum Thema „Khamenei greift nach US-Einschätzung stärker in die Führung des Iran ein“

Der oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Khamenei, ist nach Einschätzung der US-Regierung wieder stärker in die Amtsgeschäfte eingebunden. Wie aus den in Washington verbreiteten Stellungnahmen hervorgeht, sei Khamenei „zunehmend involviert“ in zentrale Entscheidungen. Zugleich hält er sich weiter verborgen und kommuniziert offenbar nur eingeschränkt mit seinem Umfeld.

Im Zentrum der Spekulationen steht auch sein Sohn Mojtaba Khamenei, der in iranischen Machtkreisen seit Jahren als möglicher Nachfolger gehandelt wird. Nach den US-Angaben soll er mitunter auf altmodische Weise mit Vertrauten in Kontakt stehen. Das wird als Zeichen gewertet, dass die Führung in Teheran unter starkem Sicherheitsdruck agiert und ihre internen Abläufe weiter abschottet.

Unsicherheit über Irans Führungsspitze

Die Aussagen aus den USA kommen in einer Phase anhaltender Spannungen zwischen Washington und Teheran. US-Präsident Donald Trump bestritt derweil, dass der Iran die Verhandlungen abgebrochen habe. Damit bleibt offen, wie belastbar die diplomatischen Kanäle noch sind und welche Rolle Khamenei selbst in den Gesprächen spielt.

Ali Khamenei steht seit 1989 an der Spitze der Islamischen Republik und hat in der iranischen Staatsordnung das letzte Wort bei zentralen politischen und sicherheitspolitischen Fragen. Jede Verschiebung in seiner unmittelbaren Einbindung ist daher von erheblicher Bedeutung – nicht nur für die Machtbalance in Teheran, sondern auch für mögliche Gespräche über das iranische Atomprogramm und regionale Konflikte.

Die US-Einschätzung nährt zudem die Debatte über die Nachfolge in Iran. Mojtaba Khamenei wird immer wieder als möglicher Kandidat genannt, auch wenn es dafür keine offizielle Bestätigung gibt. Die Kombination aus einem zunehmend abgeschirmten Obersten Führer und Spekulationen über seinen Sohn verstärkt den Eindruck einer Führung, die intern unter Druck steht und nach außen nur begrenzt Einblick gewährt.

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