Der Sozialausschuss des Nationalrats hat am Dienstag den geplanten Unterstützungsfonds für Alleinerziehende auf den Weg gebracht. Bis zu 35 Millionen Euro pro Jahr sollen Familien entlasten, in denen für Kinder weder Unterhalt noch Unterhaltsvorschuss fließt.
Angenommen wurde die Regierungsvorlage als gesamtändernder Abänderungsantrag. Laut Sozialministerium soll der Fonds für rund 12.400 Kinder eine Unterstützungsleistung ermöglichen. Die Hilfe richtet sich damit an jene Alleinerziehenden, die bei der Finanzierung des Alltags bislang auf keine oder zu geringe Unterhaltszahlungen zurückgreifen können.
Sozialministerin Korinna Schumann hatte bereits Anfang Mai im Ö1-Journal angekündigt, dass die im Regierungsprogramm verankerte Unterhaltsgarantie für Alleinerziehende als Unterstützungsfonds umgesetzt werden soll. Mit dem Beschluss im Ausschuss ist ein weiterer parlamentarischer Schritt gesetzt, bevor das Vorhaben im Nationalrat endgültig beraten wird.
Alleinerziehende zählen in Österreich zu den Haushalten, die besonders häufig von finanziellen Belastungen betroffen sind. Der neue Fonds soll genau dort ansetzen, wo Unterhalt ausbleibt und auch ein staatlicher Vorschuss nicht greift oder nicht ausreicht. Wie hoch die individuelle Unterstützung ausfällt, hängt vom jeweiligen Fall ab.
Der Beschluss im Sozialausschuss gilt damit als politisches Signal für eine gezielte Entlastung von Alleinerziehenden. Für die betroffenen Familien geht es vor allem um planbarere Unterstützung in Situationen, in denen laufende Fixkosten und Betreuungsausgaben nur schwer aus dem laufenden Einkommen gedeckt werden können.









