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Neue PV-Förderung nur mehr mit Speicher: Regierung zieht die Regeln an

Redaktionelle Szene zum Thema „Neue PV-Förderung nur mehr mit Speicher: Regierung zieht die Regeln an“

Österreichs neue Förderregeln für Photovoltaik werden deutlich strenger: Künftig soll es grundsätzlich keine staatliche Unterstützung mehr für PV-Anlagen ohne Batteriespeicher geben. Das kündigte Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) an. Auch Dachanlagen sollen künftig so ausgelegt werden, dass sie um 50 Prozent gedrosselt werden können.

Mit der Novelle des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG) will die Regierung die Förderung stärker an die Systemdienlichkeit koppeln. Gefördert werden soll damit nicht mehr nur zusätzlicher Ökostrom, sondern vor allem jene Produktion, die das Stromnetz entlastet und besser in den Markt integrierbar ist. Reine „PV-Soloanlagen“ sollen nach den Plänen keine Unterstützung des Staates mehr erhalten.

Hintergrund ist die zunehmende Zahl von Stunden mit negativen Strompreisen. Staatssekretärin Elisabeth Zehetner verweist dabei auf den 1. Mai 2026, als der Strompreis an sonnigen Stunden zeitweise bis auf minus 500 Euro pro Megawattstunde fiel. Über fast siebeneinhalb Stunden mussten Erzeuger demnach de facto Geld bezahlen, um ihren Strom absetzen zu können. Inzwischen gibt es laut den vorliegenden Angaben rund 450 Stunden pro Jahr mit negativen Strompreisen.

Für die Energiepolitik ist das ein politisch heikler Befund. Österreich hat in den vergangenen Jahren den Zubau von Photovoltaik stark gefördert, um den Anteil erneuerbarer Energie rasch zu erhöhen. Mit den neuen Vorgaben reagiert das Ressort nun auf die Nebenwirkungen des schnellen Ausbaus: Wenn an sonnigen Tagen zu viel Strom gleichzeitig ins Netz drängt, steigen die Kosten für den Ausgleich im Gesamtsystem. Genau diese Systemkosten sollen künftig stärker berücksichtigt werden.

Die geplante EAG-Novelle ist dabei nur eines von mehreren großen Energievorhaben, die im Ministerium parallel laufen. Das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) steckt in Verhandlungen mit den Grünen im Parlament fest, beim Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) fehlen noch zentrale Verordnungen, und auch das Grüngasgesetz ist bereits stark reduziert worden. Mit den neuen Förderregeln für Photovoltaik setzt die Regierung nun trotzdem ein erstes klares Signal: Förderungen sollen künftig nicht mehr automatisch für jede zusätzliche Anlage fließen, sondern an Bedingungen geknüpft werden, die das Stromsystem stabiler machen.

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