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ÖVP hält bei Landarbeiterkammer-Wahl in Niederösterreich die Mehrheit

Redaktionelle Szene zum Thema „ÖVP hält bei Landarbeiterkammer-Wahl in Niederösterreich die Mehrheit“

Bei der Wahl zur niederösterreichischen Landarbeiterkammer hat die Liste NÖAAB/FCG (ÖVP) ihre starke Position behauptet und bleibt mit 33 von 40 Mandaten klar auf Platz eins. Die Kammer vertritt Beschäftigte aus der Land- und Forstwirtschaft, dem Gartenbau, aus Gärtnereien sowie Angestellte in Raiffeisen-Lagerhäusern und landwirtschaftlichen Betrieben. Es war die erste reguläre Wahl seit 2014.

Die ÖVP-nahe Liste kam auf 80,5 Prozent der Stimmen und lag damit nur leicht unter dem Ergebnis der letzten offiziellen Wahl vor zwölf Jahren, als sie 82,8 Prozent erreichte. Damals war der Urnengang 2020 wegen der Corona-Pandemie ausgefallen; NÖAAB/FCG und FSG-LAK hatten sich damals auf einen gemeinsamen Wahlvorschlag geeinigt, ein Mandat wechselte dabei von Rot zu Schwarz.

Nach dem nunmehrigen Votum bleibt die ÖVP-Liste bei derselben Mandatszahl wie 2014. Kammerpräsident Andreas Freistetter wertete das Ergebnis als Bestätigung für den bisherigen Kurs. Auch Landwirtschaftslandesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) gratulierte und verwies darauf, dass die Liste ihre Mandate trotz mehrerer angetretener Parteien halten konnte.

FPÖ zieht nach drei Jahrzehnten wieder ein

Neu im Rennen war heuer die FPÖ-LAK. Sie trat erstmals seit rund 30 Jahren wieder mit einer freiheitlichen Liste an und erreichte 10,8 Prozent. Damit zieht sie mit vier Mandaten in die Kammer ein. Spitzenkandidat Herbert Kammerhofer sprach nach der Wahl von einem klaren Signal für Veränderung.

Für die FSG-LAK ging der Stimmenanteil zurück. Die Liste, die nach der Wahl 2014 noch sieben Mandate gehalten hatte, kommt nun auf 8,7 Prozent und ist künftig mit drei Sitzen vertreten. Damit verschiebt sich das Kräfteverhältnis in der Kammer zwar etwas, an der klaren Vorherrschaft der ÖVP-nahen Liste ändert sich aber nichts.

Die Wahl der Landarbeiterkammer gilt als Sonderfall im österreichischen Kammerwesen, weil sie eine vergleichsweise kleine, aber klar abgegrenzte Berufsgruppe erfasst. Mit dem aktuellen Ergebnis ist die Zusammensetzung der 40-köpfigen Vollversammlung für die kommenden sechs Jahre fixiert.

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