Heftige Gewitter haben am Sonntagnachmittag in Niederösterreich und Salzburg zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Wasserrettung ausgelöst. In Niederösterreich führten umgestürzte Bäume zu Unfällen auf der Westautobahn, in Pfaffenschlag wurde eine Lenkerin leicht verletzt. Ein Blitz setzte zudem den Turm von Schloss Dobersberg in Brand.
Nach Angaben der Einsatzkräfte schlug der Blitz gegen 16 Uhr in den Turm des Schlosses im Bezirk Amstetten ein. Die Spitze fing Feuer, mehrere Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden rückten an. Von einer Drehleiter aus wurde der Brand bekämpft, Atemschutztrupps kontrollierten den Turm im Inneren auf weitere Glutnester. Gegen 17.30 Uhr konnte schließlich „Brand aus“ gegeben werden.
Auch auf den Straßen sorgten die Sturmböen für gefährliche Situationen. In Pfaffenschlag im Bezirk Waidhofen wurde ein Auto von einem umstürzenden Baum getroffen, die Lenkerin erlitt dabei leichte Verletzungen. In den Bezirken Amstetten und Scheibbs blockierten entwurzelte Bäume Straßen. Auf der Westautobahn kam es ebenfalls zu Unfällen durch umgestürzte Stämme; mehrere Fahrzeuge wurden getroffen, schwer verletzt wurde nach ersten Informationen niemand.
In Scheibbs ging infolge der starken Niederschläge auch eine Mure ab. In St. Valentin stürzte ein Baum auf eine Oberleitung der Bahn und löste einen Brand aus. Ein Zug musste auf freier Strecke anhalten.
Im Salzburger Seengebiet waren Feuerwehr und Wasserrettung ebenfalls im Dauereinsatz. Dort mussten mehrere Boote und Wassersportler aus dem Wasser geholt werden, nachdem eine Gewitterfront über die Region gezogen war. Auch in Ernsthofen im Bezirk Amstetten wurden gegen 16.30 Uhr mehrere Menschen aus Gewässern geborgen.









