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Robert F. Kennedy Jr. fängt zwei Schlangen mit bloßen Händen – und wird gebissen

Redaktionelle Szene zum Thema „Robert F. Kennedy Jr. fängt zwei Schlangen mit bloßen Händen – und wird gebissen“

US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hat auf der Plattform X ein Video veröffentlicht, in dem er zwei Schwarznattern mit bloßen Händen einfängt. Die Aktion endete für den 70-Jährigen mit einem Biss. Kennedy kommentierte den Vorfall in dem Beitrag selbst nicht weiter, das Video verbreitete sich jedoch rasch in den sozialen Medien.

Der republikanische Politiker ist seit Jänner 2025 Gesundheitsminister der USA und damit für eine der wichtigsten Gesundheitsbehörden der Bundesregierung verantwortlich. Kennedy, der seit Jahren als umstrittene Figur in der amerikanischen Politik gilt, inszeniert sich immer wieder bewusst außerhalb des klassischen Regierungsbetriebs. Der neue Clip passt in dieses Muster: Er zeigt den Minister im direkten Kontakt mit Tieren, ohne Schutzvorkehrungen und offenkundig mit dem Anspruch, handfest und unerschrocken zu wirken.

Gerade für ein Regierungsmitglied hat der Auftritt eine politische Dimension. Kennedy steht seit seinem Amtsantritt wegen seiner Positionen zu Impfungen, Gesundheitspolitik und Regulierung unter genauer Beobachtung. Ein Video, das einen Minister beim Griff nach giftverdächtigen Schlangen zeigt und in einem Biss endet, liefert Gegnern wie Unterstützern gleichermaßen neues Material für die Debatte über sein Auftreten und seine Risikobereitschaft.

Schwarznattern zählen in Nordamerika zu den größeren Schlangenarten und können sich bei Bedrohung heftig wehren. Dass Kennedy die Tiere mit den Händen packt, statt Hilfe oder geeignetes Werkzeug zu verwenden, dürfte daher auch abseits der politischen Symbolik für Kritik sorgen. In Washington wird sein Auftreten seit Monaten nicht nur an seiner Gesundheitspolitik gemessen, sondern auch an der Frage, wie seriös und kontrolliert er das Amt des Gesundheitsministers ausübt.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie von öffentlichen Auftritten ein, mit denen Kennedy seine politische Marke pflegt: unkonventionell, bewusst polarisierend und auf maximale Sichtbarkeit ausgerichtet. Dass ausgerechnet ein Gesundheitsminister mit einem Tierbiss Schlagzeilen macht, dürfte ihm zusätzliche Aufmerksamkeit sichern – und erneut Zweifel daran nähren, wie stark er zwischen öffentlicher Inszenierung und ministerieller Verantwortung trennt.

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