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Verurteilter Syrien-Regimepolizist soll über Ungarn geflohen sein

Redaktionelle Szene zum Thema „Verurteilter Syrien-Regimepolizist soll über Ungarn geflohen sein“

Nach dem Wiener Folterprozess gibt es Hinweise darauf, dass der zu acht Jahren Haft verurteilte frühere syrische Geheimdienstmitarbeiter Khaled Al Halabi nicht in Österreich geblieben ist, sondern nach Syrien geflohen sein soll. Auch der mit ihm erstinstanzlich verurteilte frühere Brigadegeneral Mussab A. soll das Land verlassen haben.

Beide waren Anfang Juli am Wiener Landesgericht zu jeweils acht Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Al Halabi stand als früherer Leiter der Abteilung 335 des syrischen Geheimdienstes vor Gericht, A. wurde gemeinsam mit ihm verurteilt.

Al Halabi soll nach den vorliegenden Informationen via Ungarn untergetaucht sein. Damit steht im Raum, dass sich einer der zentralen Angeklagten des Wiener Folterverfahrens der Vollstreckung des Urteils entzogen haben könnte.

Der Fall gilt als einer der aufsehenerregendsten österreichischen Prozesse zu Verbrechen des Assad-Regimes. Verhandelt wurden Vorwürfe gegen frühere Funktionäre des syrischen Sicherheitsapparats, die mit dem Unterdrückungsapparat des gestürzten Präsidenten Bashar al-Assad in Verbindung gebracht werden.

Das Wiener Gericht hatte Al Halabi und A. wegen ihrer Rolle im syrischen Geheimdienst zu langen Haftstrafen verurteilt. Mit der nun berichteten Flucht steht der Prozess erneut im Fokus, auch weil das Urteil noch nicht rechtskräftig ist.

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