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Arbeitslosigkeit unter Flüchtlingen sinkt – Frauen bleiben zurück

Redaktionelle Szene zum Thema „Arbeitslosigkeit unter Flüchtlingen sinkt – Frauen bleiben zurück“

Die Zahl arbeitslos gemeldeter Flüchtlinge ist zuletzt deutlich gesunken, doch die Entwicklung verläuft nach Geschlechtern unterschiedlich. Während bei Männern ein klarer Rückgang zu verzeichnen ist, nahm die Arbeitslosigkeit bei Frauen leicht zu. Das zeigt eine Auswertung des österreichischen Integrationsfonds auf Basis mehrerer Statistiken.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Arbeitslosigkeit bei männlichen Flüchtlingen um 16,6 Prozent. Bei Frauen stieg sie hingegen um 0,6 Prozent. Damit verbessert sich die Lage am Arbeitsmarkt für Flüchtlinge insgesamt zwar, der Abstand zwischen Männern und Frauen bleibt aber bestehen.

Zur Monatsmitte 2025 waren noch rund 44.000 Flüchtlinge arbeitslos gemeldet. In den jüngsten Zahlen ist dieser Wert gesunken. Die aktuelle Entwicklung deutet darauf hin, dass Männer stärker von der besseren Arbeitsmarktlage profitieren als Frauen.

Der Befund fügt sich in ein bekanntes Muster ein: Flüchtlinge bleiben am Arbeitsmarkt eine besonders heterogene Gruppe, bei der Qualifikation, Sprachkenntnisse, Betreuungsverpflichtungen und Zugang zu Jobs die Chancen unterschiedlich beeinflussen können. Die neue Auswertung macht vor allem sichtbar, dass der Rückgang bei der Arbeitslosigkeit nicht alle gleich erreicht.

Für den Arbeitsmarkt ist die Entwicklung auch deshalb relevant, weil sich der Rückgang bei den Männern unmittelbar auf die Gesamtzahl arbeitslos gemeldeter Flüchtlinge auswirkt. Der leichte Anstieg bei den Frauen bremst diesen Effekt jedoch ab. Wie sich die Lage in den kommenden Monaten entwickelt, dürfte daher auch davon abhängen, ob sich die Beschäftigungschancen für Frauen ebenso verbessern wie für Männer.

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