Österreich soll erstmals einen besseren Überblick darüber bekommen, wer wie viel Wasser entnimmt. Das Umweltministerium hat dafür einen gesetzlichen Entwurf für ein Wasserentnahme-Register vorgelegt. Ein Zeitplan für die Umsetzung fehlt allerdings noch.
Mit dem Register will die Regierung Daten sammeln, die bisher in dieser Form nicht systematisch erfasst werden. Für die Wasserwirtschaft wäre das ein neuer Informationsstand, etwa wenn es um die Nutzung von Trinkwasser, die Belastung von Regionen oder künftige Engpässe geht. In Österreich wird Trinkwasser nicht nur zum Trinken, sondern auch für alltägliche Zwecke wie die Toilettenspülung oder das Gießen verwendet.
Umweltminister Norbert Totschnig empfiehlt in diesem Zusammenhang, für Gartenpflanzen Regenwasser zu nutzen. Die Debatte fällt in eine Zeit, in der vielerorts Trockenheit ein Thema ist. Während in Spanien und rund um Bordeaux tausende Hektar Wald brennen und hunderttausende Menschen evakuiert werden mussten, bleibt Österreich derzeit von einer derartigen Entwicklung verschont.
Die Pläne stoßen auf Kritik von Greenpeace und den Grünen. Beide sehen offenbar noch Nachholbedarf bei Tempo und Verbindlichkeit. Der gesetzliche Entwurf ist zwar erstellt, offen ist aber weiterhin, wann das Register tatsächlich starten soll und wie rasch es in der Praxis Wirkung entfaltet.









