Rund 48.200 Schülerinnen und Schüler sind bereits für die Sommerschule in Österreich registriert. Das geht aus vorläufigen Zahlen des Bildungsministeriums hervor. Bis 19. Juni sind Anmeldungen noch möglich, vor allem für Kinder mit Deutschdefiziten fehlen laut den aktuellen Daten noch rund 2.000 Registrierungen.
Die zweitägige, teils verpflichtende Sommerschule ist heuer stärker nachgefragt als im Vorjahr. Der Anstieg bei den Anmeldungen liegt bei rund einem Fünftel. Für das Bildungsministerium ist das ein Hinweis darauf, dass das Angebot in den Schulen zunehmend angenommen wird und die organisatorische Einbindung breiter geworden ist.
Deutschförderung bleibt zentral
Besonders im Fokus stehen Schülerinnen und Schüler, die in Deutsch Förderbedarf haben. Für sie ist die Sommerschule ein Instrument, um Lernrückstände vor dem neuen Schuljahr zu verringern. Dass noch Anmeldungen fehlen, zeigt zugleich, dass die Rekrutierung und Information der Familien bis zum Fristende weiter läuft.
Die Sommerschule umfasst zwei Wochen Unterricht in den Ferien. Sie soll Kinder und Jugendliche gezielt beim Wiederholen und Aufholen unterstützen. Nach Angaben aus dem Bildungsbereich ist das Angebot vor allem an Standorten mit größeren Förderbedarfen organisatorisch bedeutsam, weil dort zusätzliche Lerngruppen gebildet werden.
Mehr Verbindlichkeit als im Vorjahr
Der deutliche Zuwachs bei den Registrierungen hängt auch damit zusammen, dass die Teilnahme in bestimmten Fällen verbindlicher geworden ist. Dadurch steigen nicht nur die Anmeldezahlen, sondern auch die Anforderungen an die Planung an den Schulen. Entscheidend wird sein, wie viele der angemeldeten Kinder am Ende tatsächlich kommen.
Bei der Sommerschule im Vorjahr war genau das bereits ein Thema. In der Sportmittelschule Donaustadt waren 100 Schülerinnen und Schüler angemeldet, 80 erschienen schließlich zum Unterricht. Solche Unterschiede zwischen Registrierung und tatsächlicher Teilnahme sind für die Schulen organisatorisch relevant, weil Personal- und Raumplanung davon abhängen.
Die aktuelle Entwicklung zeigt jedenfalls, dass die Sommerschule im österreichischen Bildungssystem fest verankert bleibt. Für die Schulen bedeutet das zusätzliche Arbeit in einer Phase, in der Unterricht und Ferienbetreuung ohnehin parallel organisiert werden müssen. Für die Kinder soll das Angebot helfen, nach dem Sommer besser vorbereitet ins neue Schuljahr zu starten.









