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Wien feiert 30. Pride-Parade unter finanziellem Druck

Redaktionelle Szene zum Thema „Wien feiert 30. Pride-Parade unter finanziellem Druck“

Am Samstag zieht die Pride-Parade zum 30. Mal durch Wien. Zehntausende Menschen werden auf dem Ring und in der Innenstadt erwartet. Die Veranstaltung verbindet seit Jahren Party und Protest – heuer steht sie besonders unter finanziellem Druck.

Die Pride ist in Wien längst ein fixer Termin im Veranstaltungskalender, zugleich aber auch Kundgebung für die Rechte queerer Menschen. Der Umzug macht auf Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt aufmerksam und endet traditionell mit einer großen Feier im Stadtzentrum. Zum Jubiläum dürfte die Beteiligung erneut hoch ausfallen.

Für die Organisatoren ist das Umfeld heuer jedoch schwieriger als in den vergangenen Jahren. Nach den Angaben aus dem Vorfeld wurde die Förderung halbiert, was die Umsetzung der Parade spürbar erschwert. Gerade bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung schlagen Sicherheits-, Technik- und Infrastrukturkosten stark zu Buche.

Die Pride in Wien zählt zu den größten queeren Demonstrationen des Landes. Sie findet im Juni rund um den internationalen Pride Month statt und richtet sich nicht nur an die LGBTQ+-Community selbst, sondern auch an Unterstützerinnen und Unterstützer aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Die Parade ist damit zugleich Signal und Stimmungsbild darüber, wie breit die Anliegen der Szene in Österreich verankert sind.

Heuer steht die 30. Ausgabe auch symbolisch für die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte: von einer kleineren Demonstration hin zu einer Massenveranstaltung mit internationaler Strahlkraft. Dass sie dennoch unter Sparzwang organisiert werden muss, verdeutlicht den Spagat zwischen politischem Anspruch, öffentlicher Sichtbarkeit und begrenzten Mitteln.

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