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Wehrdienstreform: Militär und Rotes Kreuz sprechen von gutem Kompromiss

Redaktionelle Szene zum Thema „Wehrdienstreform: Militär und Rotes Kreuz sprechen von gutem Kompromiss“

Die Einigung auf eine Wehrdienstreform in Österreich stößt in Oberösterreich auf Zustimmung. Der Grundwehrdienst soll künftig um drei Monate mit Truppenübungen verlängert werden, der Zivildienst zunächst freiwillig verlängert werden können. Der oberösterreichische Militärkommandant Dieter Muhr und Rot-Kreuz-Präsident Gottfried Hirz, die die Verhandlungen verfolgt haben, sprechen von einem „guten Kompromiss“.

Muhr zeigte sich am Abend erleichtert, dass die jahrelange Debatte über eine Reform des Wehrdienstes nun zu einem Ergebnis geführt hat. Die gefundene Lösung sei brauchbar, sagte er sinngemäß, und ermögliche eine Weiterentwicklung des Systems. Auch aus Sicht des Roten Kreuzes wird die Einigung als nachvollziehbarer Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Interessen bewertet.

Verlängerung des Grundwehrdienstes, flexible Lösung beim Zivildienst

Kern der Reform ist die Verlängerung des Grundwehrdienstes um drei Monate, die mit zusätzlichen Truppenübungen verbunden sein soll. Für Zivildiener ist vorerst keine verpflichtende Verlängerung vorgesehen, sondern die Möglichkeit, den Dienst freiwillig auszudehnen. Damit soll der Umbau schrittweise erfolgen.

Die Reform betrifft damit zwei Bereiche, die für das österreichische System der Landesverteidigung und des Zivildienstes zentral sind. Während das Bundesheer auf mehr Ausbildungs- und Übungszeit setzen kann, soll zugleich berücksichtigt werden, dass der Zivildienst in vielen Einrichtungen wie dem Rettungs- und Sozialwesen eine wichtige Rolle spielt.

Muhr und Hirz hatten die Verhandlungen in Oberösterreich mitverfolgt und ordnen das Ergebnis nun als tragfähigen Kompromiss ein. Mit der Einigung ist nach längerer Diskussion ein politischer Schritt gesetzt, der sowohl militärische Anforderungen als auch die Interessen der Zivildienstorganisationen berücksichtigt.

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