Die anhaltende Trockenheit setzt Österreichs Landwirtschaft weiter unter Druck. Vor allem bei Heu und Grassilage fallen die Ernten in mehreren Regionen deutlich schlechter aus als üblich, in Kärnten sorgt die Lage bei Viehbauern für besondere Sorge. Auch die Almsaison könnte sich dadurch verkürzen.
Betroffen sind vor allem Betriebe, die auf ausreichend Futter für Rinder und anderes Weidevieh angewiesen sind. Wenn Grünland nach wochenlanger Hitze und ausbleibendem Regen kaum nachwächst, fehlen nicht nur die Mengen für die laufende Versorgung, sondern auch die Reserven für den Winter. In der Folge steigen die Kosten für Zukäufe von Futter, während die eigene Produktion ausfällt.
Futterknappheit trifft Viehbetriebe besonders hart
Gerade in den Berg- und Grünlandregionen ist Heu ein zentraler Bestandteil der Futterbasis. Fällt die Ernte großteils aus, geraten kleinere und mittlere Betriebe rasch in Schwierigkeiten. Nach Angaben aus der Landwirtschaft wird in einzelnen Gegenden bereits über Notverkäufe von Tieren nachgedacht, um den Futterbedarf zu senken und Verluste zu begrenzen.
Die Lage ist auch deshalb heikel, weil Trockenperioden den Ertrag auf den Almen und Wiesen zugleich verringern. Für die Betriebe bedeutet das doppelte Belastung: weniger Futter am Hof und weniger Aufwuchs im alpinen Sommerweidegebiet. Sollte die Vegetation weiter hinter den Erwartungen bleiben, könnte die Almwirtschaft früher als geplant zurückfahren müssen.
Folgen reichen über den einzelnen Hof hinaus
Die Ernteausfälle sind nicht nur ein Problem für einzelne Bauernfamilien, sondern auch für die Versorgungssicherheit in der Landwirtschaft insgesamt. Wer Futter teuer zukaufen muss, verliert Spielraum bei den Kosten. In Betrieben mit knapper Kalkulation kann das rasch existenziell werden.
Die Trockenheit trifft zudem auf einen Sommer, in dem Grünland und Weiden in vielen Teilen des Landes ohnehin unter Wetterextremen leiden. Für die Landwirtschaft bleibt damit entscheidend, wie schnell Niederschläge zurückkehren und ob sich die Bestände noch ausreichend erholen können. Für zahlreiche Viehbetriebe ist die Lage schon jetzt angespannt.









