Die Stadt St. Pölten will trotz der jüngsten Entscheidung zum Bau der „Spange Wörth“ an einer Prüfung von Alternativen zur geplanten Traisental Schnellstraße S34 festhalten. SPÖ-Vizebürgermeister Michael Kögl und Bürgermeister-Stellvertreter Walter Heimerl-Lesnik (Grüne) erklärten, es solle weiter untersucht werden, ob es günstigere oder ökologischere Möglichkeiten zur Verkehrsentlastung gibt.
Im Februar hatte die rot-grüne Stadtregierung im Koalitionspapier auf Drängen der Grünen festgehalten, eine solche Alternativenprüfung vorzunehmen, obwohl weder die S34 noch die „Spange Wörth“ in die Zuständigkeit der Stadt fallen. An diesem Vorhaben ändere auch das Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts nichts, hieß es. Das Gericht hatte den Bau der „Spange Wörth“ unter zusätzlichen Auflagen erlaubt.
Die Stadt verweist darauf, dass eine Untersuchung auf aktuellen Verkehrsdaten beruhen soll. Anders als die seit Jahren laufenden Planungen für die S34 könne man damit eine neue Grundlage schaffen. Es gehe nicht nur um die Schnellstraße selbst, sondern generell darum, wie sich die Verkehrssituation in St. Pölten weiterentwickeln soll.
Nach Angaben der Stadt soll die Ausschreibung und Beauftragung der Alternativenprüfung noch heuer erfolgen. Zu den Kosten gebe es noch keine Angaben. Nach Abschluss der Untersuchung hofft die Stadt, mit den Ergebnissen bei Land und Bund Gehör zu finden.
Die S34 fällt in die Zuständigkeit des Bundes, das Land Niederösterreich ist Projektträger der „Spange Wörth“. Aus dem Büro von Verkehrslandesrat Udo Landbauer (FPÖ) hieß es, es sei nicht auszuschließen, dass sich im Zuge einer Projektumsetzung einzelne geringfügige Adaptierungen als zweckdienlich erweisen könnten. Für Überlegungen der Stadt, die darin Deckung finden, zeige man sich aufgeschlossen. Eine fixe Zusage zu wesentlichen Projektänderungen oder zu einer Alternativenprüfung sei daraus aber nicht abzuleiten.









