Die frühere ÖVP-Ministerin Maria Rauch-Kallat hat ihren Austritt aus dem Wiener Wirtschaftsbund erklärt. Sie begründete den Schritt am Montag auf Facebook mit dem Verhalten von Präsident Harald Ruck und mit der Haltung der Spitzenfunktionäre, die dies aus ihrer Sicht billigten.
„Heute bin ich ausgetreten, weil ich das Verhalten des Präsidenten und dessen Billigung durch die Spitzenfunktionäre nicht akzeptieren kann“, schrieb Rauch-Kallat. Die langjährige ÖVP-Politikerin war unter anderem Frauenministerin und in mehreren Bundesregierungen vertreten.
Rauch-Kallat verband ihre Kritik mit der Erwartung, dass auch andere Kammerfunktionäre gegen das Vorgehen Stellung beziehen. Mit ihrem Austritt verschärft sich damit der interne Konflikt im Umfeld des Wiener Wirtschaftsbundes, der als wirtschaftspolitische Vertretung in der Wirtschaftskammer Wien gilt.
Der Schritt ist auch deshalb bemerkenswert, weil Rauch-Kallat in der ÖVP über Jahrzehnte zu den bekannten politischen Stimmen zählte. Ihr Austritt setzt ein öffentliches Signal gegen die Führung des Wiener Wirtschaftsbundes und gegen die von ihr kritisierte Unterstützung für Ruck.









