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Pröll warnt vor falschen Lehren aus der Klub-WM

Redaktionelle Szene zum Thema „Pröll warnt vor falschen Lehren aus der Klub-WM“

ÖFB-Präsident Josef Pröll zieht vor dem WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien ein kritisches Fazit zur Klub-Weltmeisterschaft und warnt davor, aus dem Turnier falsche Schlüsse zu ziehen. Der 57-Jährige sagte am Rande des Endspiels in den USA, das neue Format habe dem Fußball „bestimmt geschadet“. Zugleich fordert er, dass die Spieler künftig stärker geschützt werden müssen.

Pröll sieht vor allem die enorme Belastung der Profis kritisch. Die ausgedehnte Klub-WM habe den ohnehin engen Kalender zusätzlich verschärft und sei ein Beispiel dafür, wie sehr sich der Fußball an der Belastungsgrenze bewege. Das betreffe nicht nur die Vereine, sondern auch die Nationalteams, die ihre Spieler nach langen Saisonphasen und zusätzlichen Turnieren wieder übernehmen müssen.

Der ÖFB-Chef mahnt deshalb Konsequenzen an. Aus seiner Sicht dürfe das Turnier nicht als Blaupause für die Zukunft gelten, wenn dadurch die physische Substanz der Spieler und die Qualität des Spiels leide. Pröll stellt sich damit in eine breitere Debatte über Spielplan, Reisestrapazen und die gesundheitlichen Folgen immer dichter getakteter Fußballjahre.

Das Finale zwischen Argentinien und Spanien bildet den sportlichen Abschluss eines umstrittenen Wettbewerbs, der FIFA und Klubs global stärker miteinander vernetzen soll. Kritiker bemängeln seit der Ausweitung des Formats vor allem die zusätzliche Belastung für Topspieler und den Eingriff in bestehende Saisonrhythmen. Prölls Wortmeldung fällt damit in eine Phase, in der die Diskussion über Reformen im internationalen Fußball ohnehin an Fahrt gewinnt.

Für Österreich hat das Thema auch einen direkten Bezug: Der ÖFB ist auf die Verfügbarkeit und Fitness seiner Auswahlspieler angewiesen. Wenn internationale Turniere und Clubeinsätze immer stärker ineinandergreifen, steigt aus Sicht des Verbands die Gefahr, dass Verletzungen, Erschöpfung und Ausfälle häufiger werden. Genau davor will Pröll mit seiner Kritik warnen.

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