Im Oberen Drautal wächst die Sorge vor einer schlechteren Notfallversorgung: Für rund 11.800 Menschen steht nach dem Aus für ein Rettungsauto nur noch ein Krankenwagen zur Verfügung. Vertreter mehrerer Gemeinden befürchten deshalb Versorgungslücken und warnen vor Folgen für Menschen, die im Ernstfall rasch Hilfe brauchen.
Auslöser der Kritik ist ein offener Brief aus der Region an die Zuständigen. Darin fordern die Ortschefs eine Klärung, wie die notfallmedizinische Versorgung künftig sichergestellt werden soll. Besonders in einer ländlich geprägten Region mit längeren Anfahrtswegen könne jedes zusätzliche Einsatzfahrzeug entscheidend sein, so die Sorge der Bürgermeister.
Regionale Bedenken wegen längerer Wege
Das Obere Drautal zählt zu jenen Gebieten, in denen die topografischen und verkehrlichen Bedingungen Rettungseinsätze erschweren können. Wenn statt zweier Fahrzeuge nur mehr eines verfügbar ist, verlängert sich bei parallelen Einsätzen oder bei einer Bindung des Wagens die Wartezeit für weitere Hilferufe. Genau davor warnen die Gemeinden nun.
Die Debatte reiht sich in eine breitere Diskussion über die medizinische Grundversorgung im ländlichen Raum ein. Gerade bei Herz-Kreislauf-Notfällen, Unfällen oder bei Erkrankungen, bei denen Minuten zählen, ist die Dichte an Rettungsmitteln für die Region von besonderer Bedeutung. Die Gemeindevertreter pochen deshalb auf eine Lösung, bevor sich Engpässe im Alltag tatsächlich bemerkbar machen.
Der offene Brief ist damit auch ein politisches Signal an die Verantwortlichen im Rettungswesen und in der regionalen Gesundheitsplanung. Die Bürgermeister machen deutlich, dass sie die derzeitige Situation nicht als bloße organisatorische Änderung sehen, sondern als Risiko für die Versorgungssicherheit ihrer Bevölkerung.









