Extrig.at

Die unabhängige Onlinezeitung für Österreich

Noskovas Wimbledon-Triumph mit Tränen für die verstorbene Mutter

Redaktionelle Szene zum Thema „Noskovas Wimbledon-Triumph mit Tränen für die verstorbene Mutter“

Linda Noskova hat Wimbledon gewonnen und den größten Erfolg ihrer Karriere mit einer emotionalen Botschaft an ihre verstorbene Mutter verbunden. Die 21-jährige Tschechin setzte sich im Finale gegen ihre Landsfrau Karolina Muchova mit 6:2, 5:7, 6:3 durch und holte damit erstmals den Titel beim prestigeträchtigsten Tennis-Turnier der Welt.

Direkt nach dem Erfolg auf dem Centre Court blickte Noskova zum Himmel, schickte einen Handkuss und kämpfte mit den Tränen. Die Siegerin hielt die Venus Rosewater Dish in den Händen und widmete den Triumph ihrer Mutter Ivana, die vor zwei Jahren gestorben war. „Es gibt noch eine Person, der ich danken möchte. Das ist meine Mum. Ich würde definitiv nicht ohne sie hier stehen“, sagte Noskova bei der Siegerehrung.

Für Noskova war der Sieg in London auch sportlich ein besonderer Meilenstein. Sie ist die dritte Tschechin, die in den vergangenen vier Jahren Wimbledon gewonnen hat, und zugleich die jüngste Turniersiegerin seit 2011, als Petra Kvitova triumphierte. Das tschechische Finale verlief über weite Strecken ausgeglichen und wechselte mehrfach die Richtung, ehe Noskova im entscheidenden Satz die Oberhand behielt.

Dass der Moment weit über den Sport hinausging, zeigte auch die Reaktion im Publikum. Tennisikone Martina Navratilova, die in der Royal Box saß, war bei Noskovas Ansprache den Tränen nahe. Auf der Tribüne verfolgte auch Noskovas Vater Drahos Nosek das Finale, bevor er seine Tochter nach der Siegerehrung umarmte.

Das Endspiel hatte auch eine persönliche Vorgeschichte: Noskova und Muchova sind befreundet und kennen einander aus dem tschechischen Tennis gut. Für Noskova wurde das Duell damit nicht nur zum Titelmatch, sondern zu einem Abend, an dem sportlicher Erfolg und familiäre Erinnerung eng zusammenfielen.

Diesen Artikel teilen