Nach einer Demonstration gegen die Identitäre Bewegung in Wien-Döbling ist ein Video aufgetaucht, das offenbar ein Treffen von Mitgliedern der Freiheitlichen Jugend Wien mit Aktivisten der Identitären in einem Lokal der Olympia zeigt. Das Material wurde von der FJ Wien veröffentlicht und später wieder gelöscht.
Nach den vorliegenden Angaben fanden sich mehrere Identitäre nach ihrer Aktion in der „Bude“ der Olympia ein. Das Video stammt von einer Überwachungskamera und soll die Szene nach der Demo festgehalten haben. Welche Rolle die anwesenden Personen im Detail spielten, ist aus dem Material nicht abschließend ersichtlich.
Demo verlief zunächst ruhig
Die Demonstration gegen die Identitäre Bewegung am 25. Juli 2026 in Wien verlief demnach zunächst friedlich und ruhig. Erst als später Neonazis auftauchten, veränderte sich die Lage. Auf der Schemerlbrücke in Wien-Döbling begegnete einem Teilnehmer laut einem Forenbeitrag eine Gruppe glatzköpfiger Männer, woraufhin er den Notruf wählte.
Der Vorfall sorgt vor allem deshalb für politische Brisanz, weil die Freiheitliche Jugend Wien und das Umfeld der Identitären ideologisch klar im rechten Lager verortet sind. Das kurz veröffentlichte und dann gelöschte Video lenkt den Blick damit nicht nur auf die Demonstration selbst, sondern auch auf mögliche Überschneidungen zwischen der FPÖ-Jugend und rechtsextremen Akteuren.
Eine offizielle Einordnung oder Reaktion der betroffenen Organisationen lag in den vorliegenden Informationen nicht vor. Klar ist aber: Der Ablauf nach der Demo und das schnelle Entfernen des Videos haben die Diskussion über die Nähe zwischen der FPÖ-Jugend und der Identitären Bewegung neu entfacht.









