Das Generali Open in Kitzbühel beginnt am Samstag mit einer ungewöhnlich starken Besetzung, doch die Österreicher reisen mit durchwachsenen Ergebnissen an. Sebastian Ofner, Joel Schwärzler, Jurij Rodionov und Lukas Neumayer sind in dieser Woche bei ATP-Turnieren früh ausgeschieden und haben damit ihre Generalprobe für das Sandplatzturnier am Fuß des Hahnenkamms verpatzt.
Angeführt wird das Feld von Flavio Cobolli. Der Italiener ist in Kitzbühel die Nummer eins des Turniers, steht derzeit in den Top Ten der Weltrangliste und erreichte bei den French Open erst vor wenigen Wochen das Finale gegen Alexander Zverev. Auch für das Publikum im Tiroler Traditionsort ist das eine selten starke Konstellation: Mit Alexander Bublik, dem Titelverteidiger aus Kasachstan, sowie dem monegassischen Aufsteiger Valentin Vacherot und dessen französischem Cousin Arthur Rinderknech kommen weitere international profilierte Namen.
Gerade Cobolli und Vacherot/Rinderknech verleihen dem Turnier zusätzliche Strahlkraft. Vacherot und Rinderknech hatten im Vorjahr beim Masters in Schanghai völlig überraschend das Endspiel unter sich ausgemacht. Matteo Berrettini, der wegen Hüftproblemen den restlichen Sommer ohne Sandplatzturnier bestreitet, fehlt hingegen. Auch der Argentinier Juan Manuel Cerúndolo, der in Paris Weltranglistenerster Jannik Sinner ausgeschaltet hatte, gilt als möglicher Gefahrenherd.
Für die Österreicher lief es zuletzt dagegen wenig aufbauend. Ofner verlor in Bastad gegen Thiago Agustín Tirante mit 3:6, 4:6, Schwärzler unterlag in Gstaad Lorenzo Sonego mit 4:6, 6:7. Rodionov schied dort ebenfalls in Runde eins aus, Neumayer musste sich in Umag als Lucky Loser in der Auftaktrunde verabschieden. Damit fehlen vor dem Heimturnier sichtbare Erfolgserlebnisse, obwohl Schwärzler und Ofner dank Wild Cards im Hauptbewerb stehen.
Das Feld verspricht dennoch ein Kitzbühel-Turnier auf hohem Niveau. Für die heimischen Spieler bleibt die Ausgangslage heikel: Sie treffen auf mehrere Gegner, die in diesem Sommer bereits auf großer Bühne aufgezeigt haben. Für das Publikum dürfte das die Attraktivität erhöhen – für das österreichische Lager steigt der Druck, vor Heimpublikum mehr als nur ordentliche Ansätze zu liefern.









