Josef Samonig ist neuer Kommandant der Kärntner Flugpolizei. Der erfahrene Pilot übernimmt die Flugeinsatzstelle des Innenministeriums am Flughafen Klagenfurt und ist damit auch für sechs Piloten sowie 13 Flugoperatoren verantwortlich.
Samonig sitzt seit fast 25 Jahren im Cockpit. Der gebürtige Finkensteiner war nach Angaben aus seinem Umfeld bereits bei zahlreichen Einsätzen dabei, zuletzt beim großen Waldbrand im Lesachtal, bei dem die Hubschrauber im Minutentakt Wasser auf den brennenden Hang brachten.
Zu den typischen Aufgaben der Flugpolizei zählen laut Einsatzprofil Bergrettungen, Fahndungen und andere Akuteinsätze. Samonig und seine beiden Kollegen Horst Wohlgemuth und Frank Buchholzer werden demnach zwei- bis dreimal täglich alarmiert. Die Crew ist unter anderem dann gefordert, wenn Bergsteiger verletzt sind oder wenn nach flüchtigen Verdächtigen gesucht wird.
Samonig betont die Risiken des Dienstes. In den Bergen seien Wind und Wetter oft entscheidend, jeder Einsatz müsse vor Ort neu beurteilt werden. Sicherheit gehe vor, sagte er sinngemäß, zugleich werde alles Menschenmögliche versucht, um einen Erfolg zu erreichen.
Besonders eindrücklich war für Samonig eine nächtliche Rettung am Dachstein vor rund zehn Jahren. Damals musste ein lebensgefährlich verletzter Bergsteiger rasch mit dem Hubschrauber abtransportiert werden. Weil der Wärmebildhubschrauber nicht für einen Patiententransport ausgelegt war, wurden Sitze ausgebaut, um Platz für eine Liege zu schaffen.
Die Kärntner Flugpolizei arbeitet seit Jahren in Containern am Flughafen Klagenfurt. Für die neue Funktion wünscht sich Samonig vor allem, dass die Teams gesund und unfallfrei bleiben.









