Wenn die Uni-Budgets in Österreich auf Sparflamme gehalten werden, drohen nach Ansicht von JKU-Rektor Stefan Koch langfristige Schäden für den Forschungsstandort. Im Gespräch mit dem ORF Oberösterreich sagte Koch, es komme jetzt massiv darauf an, wie stark der Bund bei den Kosten bremse. Bleibe der aktuelle Stand bestehen, werde man an der Johannes Kepler Universität Linz „wirklich alles auf den Prüfstand stellen müssen“.
Koch verweist darauf, dass internationale Spitzenforscherinnen und -forscher dorthin gingen, wo ausreichend Geld für Wissenschaft zur Verfügung stehe. Im Wettbewerb mit anderen Ländern könne es deshalb schwieriger werden, hochqualifiziertes Personal nach Österreich zu holen. Zugleich bestehe die Gefahr, dass Forschende die Universität Linz verlassen und bei gekürzten Budgets an anderen Standorten unterkommen.
Ein solcher Verlust wäre aus Sicht des Rektors schwer auszugleichen. Der Nachteil lasse sich später nur sehr schwer wieder aufholen, sagte Koch. Für die Hochschule bedeutet das nach seinen Worten, dass bei einer knappen Finanzierung nicht nur in der Verwaltung und beim Personal gespart werden müsste. Auch das Angebot an Lehrveranstaltungen könnte sinken.
Nach Kochs Einschätzung könnten bei anhaltendem Spardruck sogar einzelne Studiengänge auf den Prüfstand kommen. Die Verhandlungen über die künftige Finanzierung laufen weiterhin. Die JKU hofft demnach noch vor dem Sommer auf Klarheit.
Der Warnruf kommt in einer Phase, in der die Finanzierung der Universitäten bundesweit heikel ist. Für die Hochschulen geht es dabei nicht nur um laufende Kosten, sondern auch um die Frage, wie konkurrenzfähig Österreich im internationalen Ringen um Forschende und wissenschaftliche Exzellenz bleibt.









