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„Jedermann“ am Domplatz: Jubel für Hochmair und eine neue Buhlschaft

Redaktionelle Szene zum Thema „„Jedermann“ am Domplatz: Jubel für Hochmair und eine neue Buhlschaft“

Mit einer lauen Sommernacht und viel Applaus ist am Salzburger Domplatz die neue „Jedermann“-Saison eröffnet worden. In der Inszenierung von Robert Carsen spielte Philipp Hochmair zum dritten Mal die Titelrolle, an seiner Seite gab Roxane Duran als neue Buhlschaft ihr Debüt. Das Publikum reagierte mit Standing Ovations auf die Premiere des Festspielklassikers.

Die Aufführung setzte erneut auf Carsens opulente Partyszenen und eine stark durchchoreographierte Tischgesellschaft, die dem Stück Tempo geben. Hochmair, der die Rolle seit Jahren prägt, trat diesmal erstmals vollständig nackt auf dem Weg ins Jenseits auf. Auch das sorgte am Premierenabend für Gesprächsstoff, änderte am Beifall im Schlussapplaus aber nichts.

Zu den weiteren neuen Gesichtern gehörte Daniela Ziegler, die erstmals als Jedermanns Mutter auf der Bühne stand. Meike Droste sprang kurzfristig ein und übernahm die Doppelrolle des armen Nachbarn und der Werke. Dominik Dos-Reis kehrte als Tod zurück, Christoph Luser spielte erneut die Doppelrolle als Guter Gesell und Teufel. Juliette Larat war wieder als Glaube zu sehen.

Roxane Duran, die nach Deleila Piasko nun die zweite Buhlschaft an der Seite von Hochmair ist, erhielt nach der Premiere besonders viel Applaus. Sie sagte anschließend, die Rolle sei anders gekommen, als sie es erwartet habe, das Ergebnis sei aber umso schöner. Für Carsen war nach dem Premierenabend vor allem die Ensembleleistung entscheidend: Er zeigte sich mit seiner Besetzung zufrieden.

Der „Jedermann“ gilt traditionell als inoffizieller Start der Salzburger Festspiele. Auch heuer gilt die Produktion wieder als eines der zentralen Publikumsstücke am Domplatz. Bis 25. August stehen noch 14 weitere Vorstellungen auf dem Programm; bei Schlechtwetter wird in das Große Festspielhaus ausgewichen.

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