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Italien setzt im Krisenmodus auf Maldini und Leonardo

Redaktionelle Szene zum Thema „Italien setzt im Krisenmodus auf Maldini und Leonardo“

Der italienische Fußballverband FIGC hat Paolo Maldini zum Technischen Direktor berufen und den früheren brasilianischen Weltmeister Leonardo als Berater hinzugeholt. Mit der Rückkehr zweier internationaler Namen will Italien nach dem erneuten WM-Fehlschlag die sportliche Führung neu aufstellen und den Weg zur nächsten Endrunde stabilisieren.

Für Italien ist die Entscheidung mehr als nur ein Personalwechsel. Der vierfache Weltmeister hatte die Qualifikation für die WM 2026 zum dritten Mal hintereinander verpasst – ein Rückschlag, der in einem fußballverrückten Land wie ein Alarmzeichen wirkt. Die neue Führungsstruktur soll beim Verband und im Umfeld der Nationalmannschaft für klarere Zuständigkeiten sorgen.

Maldini, 58, bringt dafür reichlich Erfahrung mit. Der langjährige Abwehrchef des AC Milan gewann als Spieler fünfmal die Champions League beziehungsweise den Landesmeisterpokal und wurde siebenmal italienischer Meister. Mit der Nationalelf stand er 1994 im WM-Finale, das Italien gegen Brasilien verlor. Nach seiner Spielerkarriere war Maldini bereits von 2019 bis 2023 in Mailand als Technischer Direktor tätig.

Leonardo, 56, war ebenfalls viele Jahre mit Maldini bei Milan verbunden. Der frühere brasilianische Nationalspieler war beim Endspiel 1994 auf Seiten der Brasilianer dabei, ohne eingesetzt zu werden. Nun soll er Maldini in der neuen Rolle zur Seite stehen. Dass beide gemeinsam im Club erfolgreich zusammengearbeitet haben, gilt im Verband als Pluspunkt für die Neuaufstellung.

Offen bleibt der Trainerposten der Nationalmannschaft. Als Favoriten gelten Antonio Conte und Roberto Mancini, die beide schon einmal Teamchef Italiens waren und derzeit ohne Job sind. Nach dem Aus in der WM-Qualifikation musste zunächst die alte sportliche Führung Konsequenzen ziehen. Mit Maldini und Leonardo versucht der Verband nun, die Krise auf einer höheren Ebene zu beantworten.

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