Rund 2.000 Kinder und Jugendliche aus der Feuerwehrjugend und dem Jugendrotkreuz haben am Samstag in Salzburg und Grödig ihr Können bei Sommercamps und Wettbewerben gezeigt. Im Mittelpunkt standen Hindernisparcours, Staffelläufe, Schlauchleitungen und Übungen zur Ersten Hilfe. Parallel dazu läuft am Fuß des Untersbergs ein größeres Zeltlager der Salzburger Feuerwehrjugend.
In Grödig nahmen rund 1.600 Mitglieder der Feuerwehrjugend samt Betreuern am Jugendlager teil. Untergebracht sind sie laut den Verantwortlichen in 140 Zelten auf dem Sportplatz. Der Flachgauer Bezirksfeuerwehrkommandant Klaus Lugstein verwies auf den hohen organisatorischen Aufwand bei Verpflegung und Logistik. Die örtliche Feuerwehr und viele Helfer sorgten dafür, dass das Lager reibungslos abgewickelt werden kann.
Die Jugendlichen aus den 97 Jugendfeuerwehrgruppen des Bundeslands Salzburg reisten aus allen Bezirken an. Für viele von ihnen steht neben dem sportlichen Wettbewerb vor allem der Zusammenhalt im Vordergrund. Jugendliche aus Salzburg-Liefering, St. Margarethen im Lungau, Obertrum und Adnet beschrieben die Lager- und Bewerbstage als Gelegenheit, gemeinsam zu üben, Freundschaften zu knüpfen und ihre Kenntnisse an Geräten und Knoten zu verbessern.
Landeskommandant Günter Trinker sieht in der Jugendarbeit einen zentralen Baustein für die künftige personelle Basis der Freiwilligen Feuerwehren. Besonders zwischen dem 16. und 21. Lebensjahr sei es wichtig, junge Mitglieder zu halten, wenn andere Lebensentscheidungen stärker in den Vordergrund rücken. Ziel sei es, die Jugendlichen langfristig für den Verbleib in der Feuerwehr zu begeistern.
Jugendrotkreuz mit Bundesbewerb in der Stadt Salzburg
Auch das Jugendrotkreuz setzte am Samstag in der Stadt Salzburg ein Zeichen für Nachwuchsarbeit. In der Akademiestraße fand der Bundesbewerb statt, an dem 300 Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren teilnahmen. Für das Jugendrotkreuz steht dabei vor allem im Vordergrund, junge Menschen früh mit Themen des Ehrenamts und der Hilfeleistung in Kontakt zu bringen.
Bundesleiterin Sonja Kuba-Lackner betonte die Bedeutung, Jugendliche für Rettungs- und Sozialdienst zu gewinnen. Michael Hinterhofer, Bundes- und Landesreferent des Jugendrotkreuzes, hob die Erste Hilfe als zentrales Thema hervor. Sie sei eine Fähigkeit, die im Alltag jederzeit gebraucht werden könne.
Die beiden Veranstaltungen zeigen, wie stark die Nachwuchsarbeit der Einsatzorganisationen in Salzburg auf praktische Übungen, Gemeinschaft und frühe Bindung setzt. Für Feuerwehr und Rotes Kreuz geht es dabei nicht nur um Bewerbe, sondern auch um die Frage, wie sich junge Mitglieder langfristig für freiwilliges Engagement gewinnen lassen.









