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Halbzeitshow, Trump und Hitze: Was das WM-Finale in East Rutherford prägt

Redaktionelle Szene zum Thema „Halbzeitshow, Trump und Hitze: Was das WM-Finale in East Rutherford prägt“

Beim WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien am Sonntag in East Rutherford geht es nicht nur um den Titel: Eine verlängerte Halbzeit, angekündigte Show-Acts, politische Begleitung und große Hitze machen das Endspiel zu einer ungewöhnlichen Veranstaltung. Anpfiff ist um 21 Uhr, übertragen wird live auf ORF 1.

Schon der Ablauf in der Pause weicht vom Gewohnten ab. Nach dem Pausenpfiff sollen zunächst sechs Minuten für den Umbau eingeplant sein, danach ist eine mindestens 25 Minuten dauernde Halbzeit vorgesehen. Für die Spieler bedeutet das eine ungewohnte Unterbrechung mitten in einem WM-Finale. Für die Show sind unter anderem Madonna, Shakira und die K-Pop-Band BTS angekündigt. Zusätzlich könnten Burna Boy und Coldplay auftreten, begleitet vom venezolanischen Dirigenten Gustavo Dudamel und einem New Yorker Kinderchor.

Ringe statt nur Pokal und Medaillen

Auch die Siegerehrung folgt in den USA einem eigenen Brauch. Die Weltmeister erhalten neben Pokal und Medaillen auch Ringe, wie sie aus NFL und NBA bekannt sind. Der Sieger bekommt insgesamt 30 Ringe; eine Seite zeigt die WM-Trophäe, die andere einen Hinweis auf das Team. Kapitän und Trainer sollen ihre Ringe unmittelbar nach dem Finale erhalten, die übrigen später. Zusätzlich sind 1.996 Ringe für Fans vorgesehen, die verkauft werden sollen.

Collina und der gerührte Vincic

Für den Schiedsrichter Slavko Vincic ist das Finale der Höhepunkt seiner bisherigen Laufbahn. Bei einer Besprechung überreichte ihm Pierluigi Collina ein schwarzes Trikot mit seinem Namen als Zeichen der Ehre, das Endspiel pfeifen zu dürfen. Der 46-Jährige reagierte gerührt. Es ist Vincics vierter Einsatz bei diesem Turnier, sein bisher größter Karriereerfolg war das Champions-League-Finale 2024 zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund.

Hitze als zusätzlicher Faktor

Eine weitere Belastung ist das Wetter. East Rutherford liegt in der Region New York, wo es derzeit ungewöhnlich heiß ist. Das trifft ein Finale, das sportlich ohnehin unter maximalem Druck steht. Die längere Pause, die Show und die klimatischen Bedingungen machen das Endspiel zu einem besonderen Belastungstest – nicht nur für die Teams, sondern auch für den organisatorischen Ablauf.

Dass das Finale damit über den Fußball hinausweist, zeigt auch der politische Rahmen. Der Sport tritt an diesem Abend jedenfalls nicht allein auf den Plan. Die Partie bekommt eine Bühne, wie sie bei einem WM-Endspiel in dieser Form selten ist.

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