Michael Gregoritsch fährt mit Österreich zur WM, doch für den Stürmer ist der Start des Turniers nicht nur ein sportlicher Höhepunkt, sondern auch eine Phase der Unsicherheit. Der 31-Jährige hat das Team mit seinem Treffer erst zu diesem Turnier geschossen, nun steht für ihn die Frage im Raum, welche Rolle er beim WM-Auftakt tatsächlich einnehmen wird.
Gregoritsch gehört seit Jahren zu den prägenden Offensivspielern im ÖFB-Team und ist für seine Präsenz im Strafraum ebenso bekannt wie für seine Erfahrung auf internationalem Niveau. Gerade deshalb ist seine persönliche Lage vor einem Großereignis wie einer Weltmeisterschaft bemerkenswert: Statt klarer Gewissheit über Einsatzzeiten und Form ist da auch das Gefühl, dass mit dem Turnierstart vieles neu beginnt.
Für die österreichische Nationalmannschaft ist Gregoritsch nicht nur wegen seines entscheidenden Treffers wichtig. Er bringt Routine, physische Präsenz und Abschlussstärke mit – Eigenschaften, die in der K.o.-Phase eines Turniers besonders wertvoll sein können. Zugleich ist die Konkurrenz im Angriff groß, was die Entscheidungen im Team umso offener macht.
Dass ein Spieler, der Österreich überhaupt erst zur WM geführt hat, nun auf seinen Platz in der Startelf oder in der ersten Reihe warten muss, gehört zu den sportlichen Eigenheiten solcher Endrunden. Für Gregoritsch entsteht daraus ein Spannungsfeld zwischen Stolz auf den erreichten Meilenstein und dem Wunsch, sich auch im Turnier selbst zu behaupten.
Der WM-Start ist damit für ihn mehr als ein Pflichttermin. Er markiert den Beginn einer Phase, in der sich entscheidet, ob aus der Vorleistung auch eine tragende Rolle auf der größten Bühne wird.









