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Greenpeace warnt vor sinkenden Grundwasserständen in Kärnten

Redaktionelle Szene zum Thema „Greenpeace warnt vor sinkenden Grundwasserständen in Kärnten“

Greenpeace warnt angesichts weiter sinkender Grundwasserstände in Österreich vor Versorgungsproblemen in Trockenphasen. Besonders angespannt ist die Lage laut einer aktuellen Auswertung der Umweltschutzorganisation in Kärnten: An allen 15 Grundwassermessstellen im Bundesland lagen die Pegel demnach zuletzt niedrig bis sehr niedrig.

Nach Angaben von Greenpeace sind drei dieser Messstellen derzeit so niedrig wie Ende Mai noch nie. Betroffen seien Kappl am Krappfeld, Ferlach und Mauthen im Oberen Gailtal. Nach Einschätzung der Organisation reichen wenige Regentage nicht aus, um die Defizite auszugleichen; nötig seien mehrere Wochen mit anhaltendem Niederschlag. Als Ursache verweist Greenpeace auf wiederkehrende Trockenperioden, die sich durch den Klimawandel verschärfen könnten.

Wasserexperte Sebastian Theissing-Matei von Greenpeace spricht von einer „sehr ungewöhnlichen Trockenheit“. Grundwasser sei nicht nur für Haushalte entscheidend, sondern auch für Landwirtschaft und Industrie, die in vielen Regionen stark auf diese Ressource angewiesen seien. Wenn in einer Trockenphase mehr Wasser gebraucht werde als vorhanden sei, entstehe ein Nutzungskonflikt. In solchen Fällen müsse letztlich die Gemeinde entscheiden, wer noch wie viel entnehmen dürfe.

Die Umweltorganisation fordert deshalb ein verpflichtendes Wasserentnahmeregister. Damit solle erstmals nachvollziehbar werden, wie viel Grundwasser Industrie und Landwirtschaft tatsächlich verbrauchen. Nur mit diesen Daten seien laut Greenpeace eine bessere Planung und ein sparsamerer Umgang mit der Ressource möglich. Zusätzlich verlangt die Organisation eine Grundwasserabgabe für industrielle Großverbraucher.

Zur Entschärfung der Lage schlägt Greenpeace außerdem vor, Wasser länger in der Landschaft zu halten, etwa durch die Renaturierung von Flüssen. Das solle helfen, Niederschläge besser zu speichern und Grundwasserreserven in trockenen Perioden zu stabilisieren.

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